Zürich

Hygiene im Unispital: Alarmierende Verhältnisse

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 14.05.2009 4 Kommentare

Die kantonsrätliche Aufsicht ortet im Unispital Zürich prekäre Zustände bei der Hygiene. Grund sind schlechte bauliche Zustände. Sanierungen sind dringend nötig.

Universitätsspital Zürich: Gebäude veraltet, Hygienezustände alarmierend.

Universitätsspital Zürich: Gebäude veraltet, Hygienezustände alarmierend. (Bild: TA)

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Die Gebäude im Universitätsspital Zürich sind mehrheitlich veraltet und durch die unterirdische Erschliessung können sich Schädlinge rasch ausbreiten, schreibt die zuständige Aufsichtskommission des Kantonsrates in einem Bericht, der heute Donnerstag veröffentlicht wurde. Besonders problematisch seien zudem die teils sehr alten sanitären Einrichtungen.

Hinzu kommt, dass Patienten mit hochansteckenden Krankheiten im Unispital Zürich stationiert werden. «Bei den beschriebenen hygienischen Verhältnissen, ist das alarmierend», hält die Kommission in ihrem Bericht über den Zustand des Spitals fest.

Spital soll mehr Kompetenz erhalten

«Gegen diese Zustände sind dringend Massnahmen nötig», sagt Johannes Zollinger, Präsident der Aufsichtskommission. Petra Seeburger, Sprecherin des Universitätsspitals, will die Kritik so nicht stehen lassen: «Die Hygiene erfüllt bei den medizinischen Dienstleistungen sämtliche Vorschriften und wird in Erhebungen als gut bis sehr gut beurteilt.» Der Bericht beziehe sich auf die bauliche Struktur des Gebäudes. Die ältesten Gebäude seien mehr als 50 Jahre alt, so Seeburger.

Laut Zollinger würden sich diverse Sanierungen aufdrängen. Konkrete Beispiele will jedoch er nicht nennen. Doch er bemängelt, dass solche Vorhaben oft nicht rasch genug umgesetzt werden. Sanierungen in einem Spital sind schnell einmal teuer und müssen deshalb zuerst vom Kanton bewilligt werden. «Man sollte sich deshalb überlegen, ob das Spital beim Unterhalt der Gebäude nicht mehr Autonomie erhalten soll», sagt Zollinger.

Die Gesundheitsdirektion hat den Bericht gelesen und angemerkt, dass die Finanzierung dringend sichergestellt werden soll. Dies betrifft direkt die Sanierungen. Laut Urs Rüegg, Kommunikationsleiter der Gesundheitsdirektion, werden Sofortmassnahmen bereits umgesetzt. «Zudem wird die Sanierung der Bauten mit Priorität behandelt», sagt Rüegg.

Laut Zollinger ist wichtig, bei der aktuellen Finanzlage die Prioritäten zu überdenken. «Schliesslich ist eine Spitalsanierung wichtiger als eine Strassensanierung.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.05.2009, 17:37 Uhr

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4 Kommentare

Adrian Müller

14.05.2009, 13:04 Uhr
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Ich habe mit eigenen Augen schon Kakerlaken im Uni-Spital herumspazieren sehen. Das Waid-Spital, wo ich letzte Woche einen Bekannten besuchte, wirkt im Vergleich zum Uni-Spital wie ein Luxus-Hotel. Antworten


Peter Gysin

14.05.2009, 13:50 Uhr
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Logisch, dass das Universitätsspital zuerst bei den Herzspezialisten wieder im Rating zulegen musste, bevor die Immobilien Erneuerungen erfahren werden - auch ich einer Spitalsanierung den Vortritt geben würde gegenüber einem Strassen- oder Tunnelbau, weil es im Spital keine neuen Staus gibt... Antworten



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