Zürich

«Ich verbringe mehr Zeit mit Administrativem, als mit Grippe-Patienten»

Die Auslieferung des Impfstoffs gegen Schweinegrippe ist angelaufen. Die Verteilung der Impfdosen ist eine logistische Knacknuss. Hausärzte klagen über zu grossen administrativen Aufwand.

In Deutschland längst angelaufen: Die Schweinegrippe-Impfung.

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Bild: Keystone

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140'000 Impfdosen werden ab heute im Kanton Zürich verteilt. 40'000 davon sind für Kinder bestimmt. Zuerst werden die Spitäler beliefert, danach folgen das Zentrum für Reisemedizin und die Hausärzte. Wer sich bei seinem Arzt gegen die Schweinegrippe impfen lassen will, kann das aber wohl erst nächste Woche tun. Der Grund: Die Verteilung des H1N1-Impfstoffes ist eine logistische Herausforderung: «Die Impfdosen werden in 500er-Packungen geliefert. Diese müssen in Handarbeit umgepackt werden. In jedes Paket kommen zwei Flaschen mit Antigen und Wirkstoffverstärker, zehn Spritzen, eine Anleitung, ein Temperatur-Logger», erklärt Urs Rüegg, Kommunikationsleiter der Zürcher Gesundheitsdirektion die Verzögerung. Er rät darum, erst auf nächste Woche einen Impftermin zu vereinbaren.

Hausärzte klagen über administrativen Aufwand

Allein für die rund 3500 Arztpraxen im Kanton Zürich müssen bis zu 10'000 Kühlpakete verschickt werden. Für viele Hausärzte ist das Warten mühsam: «Es rufen sehr viele verunsicherte Patienten an, die nicht wissen, ob sie sich impfen lassen sollen. Es wäre bequem, ich hätte jetzt schon die Impfdosen», sagt ein Zürcher Hausarzt auf Anfrage. Viel mehr als die späte Lieferung ärgert ihn aber die ganze Administration, welche ein Hausarzt wegen der Schweinegrippe zu erledigen hat: «Wir wissen zum Teil nicht mehr als in der Presse steht. Vom BAG bekommen wir zwar Informationen, die sind aber sehr ausführlich und redundant. Ich verbringe mehr Zeit mit Administration als mit Grippepatienten», so der Hausarzt weiter.

Risikopatienten im Unispital willkommen

Risikopatienten steht ab Mitte Woche das Zentrum für Reisemedizin (Hirschengraben 84) offen. Der Impfstoff im Unispital wird aber in erster Linie für interne Zwecke gebraucht: «Das Universitätsspital Zürich wird die Mitarbeitenden und gleichzeitig die Risikopatienten aus den Polikliniken impfen. Daneben werden sich auch Risikopatienten ohne Hausarzt bei uns impfen lassen können», sagt Petra Seeburger von der Unternehmenskommunikation. Am Triemlispital laufen zurzeit Abklärungen, wie und für wen der Impfstoff genau eingesetzt werden soll.

Auch die Arztstation Permanence am Zürcher Hauptbahnhof hat zurzeit viele Anfragen von Leuten, die sich impfen lassen wollen. Der Impfstoff sei bestellt und könnte noch diese Woche eintreffen. Allerdings sei noch nicht klar, ob man nur Risikopatienten impfe, oder auch andere. Das hänge davon ab, wie viel Impfstoff man bekomme, erklärt eine Mitarbeiterin auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.11.2009, 16:05 Uhr

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13 Kommentare

Beni Schärer

10.11.2009, 12:08 Uhr
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Ich werde mich sicher nicht impfen lassen. Weder für die eine noch für die andere Grippe. Alle die jetzt schreien, dass das unverantwortlich ist, sollten sich mal um das köpereigene Immunsystem kümmern. Jede Impfung schwächt dieses und man wird anfälliger für jede andere Krankheit. Schwachsinn! Der Rubel muss rollen. Vor allem in den Geldsäckel von Herrn Vasella. Happy Bonus! Antworten


Alfred E. Neumann

10.11.2009, 05:55 Uhr
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Ich sehe nicht ein warum jeder medicus rusticus simplex sein eigenes Schweinegrippesüppchen kochen soll. Dass dies die Logistik erschwert, liegt doch auf der Hand. Es würde vollkommen genügen, wenn die Spitäler beliefert würden und diese Impfzentren einrichten würden. Dann wären auch die 500er Packungen kein Problem. Antworten


Sibylle Weiss

09.11.2009, 19:15 Uhr
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Die sattsam bekannte Schweinegrippe ist nicht gefährlicher aber ansteckender als die normale Grippe.Dazu kommt,dass sie v.a.für bereits gesundheitlich angeschlagene Menschen (ältere Leute u.chronisch kranke Kinder) gefährlich ist. Und wenn jemand gesundheitlich bereits "vorbestraft" ist,kann dieser/diese auch an einer normalen Grippe od.Lungenentzündung sterben! Antworten


Thomi Horath

09.11.2009, 15:11 Uhr
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Ich werde mich todsicher NICHT impfen lassen! Niemand (nicht einmal das BAG) kennt die Spätfolgen von diesem auf die superschnelle zusammengemixten Cocktail! Wer sich impfen lassen will: Bitte, aber auf die eigene Verantwortung! Antworten


André Nüesch

09.11.2009, 15:01 Uhr
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Weiss Jemand wirklich über die Schweinegrippe Bescheid? Einen Vergleich mit der normalen Grippe zu machen ist falsch. Die schnelle Übertragung von Mensch zu Mensch macht mich persönlich am meisten Kopfzerbrechen. Eine Impfung ist sozusagen eine günstige Versicherung für die eigene Gesundheit. Ob fehlende Hygiene auf dem Land in México oder Deal der Pharmamultis? Beides muss kontrolliert werden. Antworten


Ruedi Prelict

09.11.2009, 14:41 Uhr
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Endlich kommt er, der lang ersehnte Impfstoff. Und endlich ist sie da, die lang ersehnte Schweinegrippe. Schon längst angekündigt, die Menscheit dezimierend. Und alles ist nur Show, reines Gefügigkeitstheater von WHO in Zusammenarbeit mit Novartis, Roche, GSK und wie sie alle heissen. In dieser informierten Welt erstaunt es mich, das so viele Angst haben vor einem Theaterstück. Menschen, erwachet! Antworten


tanner theo

09.11.2009, 10:12 Uhr
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wen kümmerts, dass die pharma damit verdient. wen kümmerts, dass die schweinegrippe nicht wirklich tödlich ist. es ging schon länger nur noch darum die schweinegrippe nicht widerstandslos grassieren zu lassen. durch die verbreitung steigt die gefahr von mutationen. die impf-hauptprobe ist uns aber total misslungen. genau das hat zu kümmern? swissmedic und bag haben total versagt!!!! Antworten


Romana Wickihalder

09.11.2009, 10:06 Uhr
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Wer weiss eigentlich was in dem Impfstoff drinn ist??? Könnte es nicht sein, dass mit dieser Impfung etwas schlimmeres für uns bevorsteht??? Aufpassen ist jetzt angebracht. Ich persönlich bin nicht gegen das Impfen Allgemein, aber dieser Impfstoff und seine Folgen machen mir Angst. Viele Berichte erklären, dass dieser Impfstoff mehr Übel anrichtet als Schützt! Antworten


Daniel Baer

09.11.2009, 09:25 Uhr
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Es stand geschrieben im TA: Eine normale alljährliche Grippe fordert mehr Tote als die Schweinegrippe. Warum der Millioneneinkauf des Bund? Jetzt muss man die Ware los werden - wo bleibt dann die Glaubwürdigkeit? Und tatkräftig hilft Beat Schlatter mit seinen Spots im SF1 noch Folgekosten zu verursachen. Es lebe die Schweinegrippe! Antworten


Peter Gubler

09.11.2009, 09:15 Uhr
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Ganz Europa ist bereits am Impfen und in der Schweiz dauert es noch drei Wochen bis geimpft werden kann. Ich glaub, ich bin im falschen Film. Die Schweiz schafft es tatsächlich erst mit 6-wöchiger Verspätung gegenüber den anderen europäischen Staaten. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Schweiz ab sofort nicht mehr zur 1. Welt gehört. Unverständlich. Antworten


Monika Diethelm-Knoepfel

09.11.2009, 09:00 Uhr
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Gesunde Kinder gehören nicht zu den Risikogruppen und müssen deshalb nicht prioritär geimpft werden, im Gegensatz zu Personal im Gesundheitswesen, Leuten, die mit Säuglingen unter 6 Mt. arbeiten oder zusammenleben, chronisch kranken Kindern und Erwachsenen und Schwangeren. Antworten


Marina Müller

09.11.2009, 08:57 Uhr
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Stell Dir vor, der Impfstoff ist da und niemand geht hin! Mich nervt diese Berichterstattung und der Umgang mit dem Thema Schweinegrippe. Für den Schutz vor der Schweinegrippe ist s zu spät, wenn man jetzt impft. Darin sind sich scheinbar die Experten einig. Aber der Rubel muss rollen; die Pharma hat ins Geschäft investeriert und will jetzt auch kassieren. Und die Medien helfen tiptop mit! Antworten


Urs Huggentobler

09.11.2009, 08:30 Uhr
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Wenn sich die meisten der Arbeitenden erst im Dezember impfen lassen kann, besteht der Impfschutz ab Weihnachten. Dann ist die Pandemie längst vorbei und die Impfung überflüssig. Einmal abgesehen davon, dass die saisonale Grippewelle erst im Januar/Februar kommt und die Schweinegrippeimpfung hierfür nicht schützt. Was soll das ganze also, da die Todesrate bei "normaler" Grippe sowieso höher liegt? Antworten



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