In diesen Gemeinden wuchs die SVP am stärksten
Von Philipp Albrecht. Aktualisiert am 14.12.2010 18 Kommentare
| Gemeinde | SVP-Wählerzuwachs 1987-2007 |
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Opfikon-Glattbrugg hat fast alles, was der SVP entgegenkommt: viele Ausländer (41,8 Prozent), viele Arbeitslose (6,5 Prozent) und hohe Sozialausgaben. Für Peter Moser vom statistischen Amt des Kantons Zürich sind das die drei wichtigsten Gründe für das starke Wachstum der SVP in Opfikon. Zwischen 1987 und 2007 erhöhte die Partei dort ihren Wähleranteil bei den Nationalratswahlen um 34 Prozent. In keiner anderen Zürcher Vorortsgemeinde wuchs sie stärker.
Eine neue Studie der Uni Zürich kommt zum Schluss, dass die Schweizerische Volkspartei in den Agglomerationsgemeinden einen überdurchschnittlich hohen Wähleranteil hat. Tagesanzeiger.ch hat darum die Zürcher Vorortsgemeinden etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigt sich: Unter den zehn Zürcher Gemeinden, in denen die SVP in den letzten 20 Jahren am stärksten wuchs, sind acht Vorortsgemeinden.
SVP-Gürtel im Norden der Stadt Zürich
Nach Opfikon folgt auf dem 2. Platz Regensdorf, wo das Wachstum 30,4 Prozent ausmacht und der Wähleranteil bei den letzten Nationalratswahlen 2007 rund 48 Prozent betrug. Platz 3 geht an Geroldswil (+30,4 Prozent), gefolgt von Unterengstringen (+27,9 Prozent) und Kloten (+27,6 Prozent). Ausserdem zählen Schlieren und Wallisellen zu den acht Vorortsgemeinden mit dem stärksten SVP-Zuwachs.
«Am meisten Wachstum erfuhr die Partei im Norden der Stadt Zürich, wo sich ein regelrechter SVP-Gürtel abzeichnet», erklärt Moser. In mehreren Gemeinden sei in den letzten Jahrzehnten die industrielle Basis weggebrochen, was zu einem tiefgreifenden Wandel geführt habe. Dazu komme ein starker Rückgang katholischer und reformierter Bürger und eine Zunahme des «Multikulti-Anteils». «In diesem Umfeld ist die SVP offenbar für viele Wähler jene Partei, die eine Antwort auf die Globalisierung und die Unübersichtlichkeit der Welt hat», sagt Moser.
Im nächsten Frühling sind Wahlen im Kanton Zürich, im Herbst folgen die nationalen Wahlen. Wird die SVP in den Agglo-Gemeinden weiter wachsen? Peter Moser vermutet, dass die Volkspartei auf ihrem hohen kantonalen Niveau von rund 34 Prozent stagnieren wird. Gleichzeitig glaubt er, dass sich der Rückgang des Wähleranteils bei FDP und SP zugunsten der Grünliberalen fortsetzen wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.12.2010, 14:15 Uhr
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18 Kommentare
Die Erklärung mit dem Ausländeranteil ist doch Blödsinn. Man weiss schon seit Schwarzenbach, dass dort ausländerfeindlich gestimmt wird, wo es keine Ausländer gibt. Die Stadt Zürich hat einen hohen Anteil und trotzdem wenig SVP. Der Erfolg der SVP in der Agglo hat erstens damit zu tun, dass die Partei dort aktiv ist. Zweitens damit, dass die Agglo gesichtslos ist und die SVP Nostalgie verspricht. Antworten


