Innenstadt wird zu eng für den Silvesterlauf

Am Sonntag war die Zürcher Bahnhofstrasse fest in der Hand von Hobbysportlern. Über 15'000 Läuferinnen und Läufer kamen am Zürcher Silvesterlauf ins Ziel. Mehr liegt nicht mehr drin, sagt der OK-Präsident.

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Am Schluss ging es ihnen wohl allen gleich. Egal, ob sie eine kleine oder vier grosse Runden gelaufen sind, ob sie Spitzenläufer oder Freizeitsportler waren: Als sie vom Paradeplatz auf die Zielgeraden eingebogen sind, brannten ihnen die Oberschenkel. Tausende Läufer und Läuferinnen liefen heute Sonntag mit schmerzverzerrten Gesichtern die letzten 200 Meter des Zürcher Silvesterlaufs dem Ziel entgegen und versuchten, das letzte bisschen Energie zu mobilisieren. Auf der anderen Seite der Ziellinie jedoch waren die Gesichter der Teilnehmer des 34. Zürcher Silvesterlaufs wie ausgewechselt: Erschöpft zwar, aber zufrieden.

Jüngster Teilnehmer war erst zweijährig

Über 17’317 Läuferinnen und Läufer haben sich angemeldet, deren 15’349 sind gestartet und 15’239 von ihnen ins Ziel. OK-Präsident Bruno Lafranchi: «Natürlich sind wir angesichts dieser Zahlen und der schönen Rennen zufrieden. Wir werden im OK trotzdem analysieren, was sich weiter verbessern lässt.» Quantitativ habe man in der engen Zürcher Innenstadt «eine Obergrenze erreicht». Vergrössern könne man höchstens noch die Kinder-Felder.

Am Start waren auch Stadtrat Gerold Lauber und Regierungsrat Thomas Heiniger. Nach etwas mehr als 39 Minuten war Heiniger im Ziel, Lauber nur 47 Sekunden später. Viele der Teilnehmer traten die Herausforderung mit einer zusätzlichen Erschwernis an: Mit Engelsflügeln, Samichlaus- und Löwen-Kostümen und unzähligen anderen Verkleidungen. Die Strecke führte sie vom Stadthausquai über das Limmatquai, Rudolfbrun-Brücke, Rennweg und Bahnhofstrasse bis an den die Fraumünsterstrasse. Dass die Läufer dabei gleich unter mehreren Weihnachstbeleuchtungen hindurch laufen und ihre Strecke von funkelnden Lichtern gesäumt ist, macht den Silversterlauf zu einer unvergleichlichen Breitensportveranstaltung.

Der Jüngste Teilnehmer war gerademal zweijährig und lief an der Hand seines Vaters, der älteste Teilnehmer brachte es auf stattliche 87 Jahre, wie das Organisationskomitee in einer Mitteilung schreibt. Anders als in den letzten Jahren waren die Temperaturen am diesjährigen Silvesterlauf äusserst mild – dafür kam es zwischendurch zu einigen Schauern, mit denen die Läufer fertig werden mussten.

(fsc)

Erstellt: 12.12.2010, 19:38 Uhr

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