Jäger schossen zu wenig Rehe

In Zürcher Revieren wurden im vergangenen Jahr zu wenig Rehe erlegt. 15 Prozent der Jagdgesellschaften haben die Abschusszahlen nicht erfüllt.

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Der Regierungsrat des Kantons Zürich sieht hauptsächlich zwei Gründe für das Nichterfüllen der Abschusszahlen: Durch die naturnahe Waldbewirtschaftung seien die Wälder dichter, was die Jagd erschwere. Ausserdem würden die Jäger zunehmend an ihrer Arbeit gehindert, weil Erholungssuchende die Tiere verscheuchen. Die Folgen der grösseren Anzahl Rehe sind vermehrt Schäden durch Verbisse, wie der Regierungsrat weiter mitteilte.

Die betroffenen Jagdgesellschaften werden laut Regierungsrat dazu aufgefordert, ihre Ergebnisse zu begründen. Wie viele Rehe zu wenig abgeschossen wurden, will der Kanton allerdings nicht offenlegen. Die Interpretation solcher Daten erfordere wildbiologisches Fachwissen.

Jagdstatistik unter Verschluss

Eine Offenlegung der Jagdstatistik vermöge deshalb keinen konstruktiven Beitrag zum Thema zu leisten, schreibt der Regierungsrat in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort. Die Kantonsräte Esther Guyer (Grüne, Zürich) und Hans Egli (EDU, Steinmaur) forderten in einer Anfrage mehr «Transparenz im Wald».

An vielen Orten im Kanton Zürich werde der Wildbestand nicht ausreichend geregelt, schreiben sie. Darunter zu leiden hätten vor allem wichtige Baumarten wie die Weisstanne. (ep/sda)

Erstellt: 18.09.2008, 15:54 Uhr

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