Jugendliche dürfen draussen bleiben

Ab September sollte es Jugendlichen verboten sein, sich nachts in Dänikon zu versammeln. Das Verbot sorgte für grossen Wirbel. Doch in Kraft getreten ist es bisher nicht.

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Die Gemeindeversammlung von Dänikon hatte im Juni entschieden, dass sich die Jugendlichen nach 22 Uhr nicht mehr draussen treffen dürfen. Das Verbot sollte Anfang September in Kraft treten. Der Entscheid sorgte für grosses Aufsehen, da es die erste Regelung dieser Art im Kanton Zürich ist.

Doch vorerst bleibt die Situation in der 1800 Einwohner zählenden Gemeinde zwischen Regensdorf und Würenlos unverändert. Die Jugendlichen treffen sich nachts weiterhin beim Dorfbrunnen und in der Nähe des Gemeindehauses.

Jugendangebote diskutiert

Grund für den Aufschub sind zwei Rekurse gegen den Entscheid der Gemeindeversammlung. Einen Rekurs gegen das Versammlungsverbot eingereicht hat die Primarlehrerin Regula Lächler, Mutter von zwei 15- und 17-jährigen Jugendlichen.

Sie traf sich vergangene Woche mit dem Gemeinderat und diskutierte unabhängig vom Rekurs über mögliche Angebote für die Jungen in den Gemeinden. Über die Vorschläge will die Gemeinde erst später informieren, da umliegende Stellen und weitere Gemeinden involviert sind.

Behörde hält an Verbot fest

Derzeit liegen die beiden Rekurse beim Bezirksrat. Als zuständige Instanz beurteilt er die zwei Rekurse als einen, da diese gleich lauten. Solange das Verfahren hängig ist, tritt das Ausgangsverbot vorerst nicht in Kraft. Nun muss der Däniker Gemeinderat gegenüber dem Bezirksrat begründen, weshalb die neue Regelung eingeführt werden soll.

Das entsprechende Traktandum wird laut dem Gemeindepräsidenten von Dänikon, Daniel Zumbach, an der Gemeinderatssitzung von nächster Woche besprochen. «Der Gemeinderat wird an der Regelung festhalten», sagt Zumbach bereits heute. «Die Behörde kann keinen Volksentscheid kippen.» Wann der Bezirksrat entscheiden wird, steht derzeit nicht fest.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.09.2008, 15:02 Uhr

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