Zürich

Juso entschuldigt sich bei TeleZüri

Aktualisiert am 22.11.2012

Die Jungsozialisten der Stadt Zürich nehmen die Rassismusvorwürfe gegen TeleZüri und dessen Chefredaktor Markus Gilli zurück.

Hat sich vor dem Friedensrichter erfolgreich gegen den Rassismusvorwurf der Jungsozialisten gewehrt: Markus Gilli.

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Bild: Keystone

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Die Jungsozialisten der Stadt Zürich haben sich am Mittwochabend beim Zürcher Lokalsender TeleZüri entschuldigt. Sie halten fest, dass Chefredaktor «Markus Gilli kein Rassist ist» und sie ihn nicht als solchen bezeichnen wollten, heisst in der Mitteilung der Jungpartei. Die Entschuldigung der Juso sei das Ergebnis der Verhandlung vor dem Friedensrichter, sagte Gilli.

Die Juso nähmen zur Kenntnis, dass die «anlassgebende Äusserung» des Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer in einer Live-Sendung erfolgt und von Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) umgehend beanstandet worden sei. Zudem habe sich «SonnTalk»-Moderator Markus Gilli in der Talksendung korrekt verhalten.

Juso liess Frist verstreichen

Die Jungpartei hatte in einem Communiqué vom 15. Oktober behauptet, «TeleZüri unterstütze Rassisten und Gilli sei Teil des Rassismus. Anlass war eine «SonnTalk»-Sendung mit den beiden Nationalratsmitgliedern Alfred Heer und Christa Markwalder. Heer sagte damals: «Gerade die jungen Nordafrikaner aus Tunesien kommen schon als Asylbewerber mit der Absicht, kriminell zu werden. Denen ist es egal, ob sie Nothilfe haben oder Sozialhilfe.»

TeleZüri und Chefredaktor Markus Gilli reagierten auf die gegen sie geäusserten Rassismusvorwürfe der JUSO mit einer Klage. Der Rechtsvertreter des Privatsenders setzte der Jungpartei eine Frist zum Rückzug der Medienmitteilung und zur Publikation einer öffentlichen Entschuldigung. Die Juso liess die Frist jedoch verstreichen.

Kein Strafverfahren gegen Heer

Gegen Heer hatte die Staatsanwaltschaft im September nach einer Strafanzeige von zwei Personen tunesischer Herkunft ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Rassendiskriminierung eröffnet. Sowohl die Immunitätskommission des Nationalrates als auch die Rechtskommission des Ständerates sprachen sich jedoch gegen die Aufhebung der Immunität von Nationalrat Heer aus.

Beide Kommission gelangten zum Schluss, dass das Interesse an einer Strafverfolgung in diesem Fall nicht überwiege. In der TV- Sendung hätten die geladenen Nationalratsmitglieder jene Position zu vertreten gehabt, die sie auch bei den Beratungen im Nationalrat vertreten hätten. (pia/sda)

Erstellt: 22.11.2012, 07:44 Uhr

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