Zürich

Kälte ist nicht das grösste Risiko für Wildtiere

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 09.02.2012 5 Kommentare

Die Wildtiere im Kanton Zürich leiden unter dem strengen Winter. Doch für Fuchs, Reh und Wildschwein sind nicht die tiefen Temperaturen das gravierendste Problem.

1/8 Ein prächtiger Rothirsch geniesst den Schnee in seinem verschneiten Gehege im Wildpark Langenberg in Langnau am Albis.
Bild: Keystone

   

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In Uster ist ein Schwan auf dem Greifensee erfroren.

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Grosse Wildtiere ertragen die Kälte zwar relativ gut. Gefährlich wird es im Winter für sie aber, wenn sie wegen einer grossen Schneedecke kein Futter finden. «Futter bedeutet Energie, und ohne Energie verenden die Tiere», sagt Urs Philipp, Fischerei- und Jagdverwalter des Kantons Zürich. Derzeit gebe es jedoch keine Hinweise auf eine verschärfte Lage für die Wildtiere.

Philipp bittet Spaziergänger in den Wäldern, auf den Wegen zu bleiben und Wildtiere nicht umherzuscheuchen. Eine erhöhte Aktivität bedeutet für die Tiere nämlich einen erhöhten Energieverlust. Auch sollte kein Futter ausgelegt werden. Philipp: «Das wäre nicht natürlich und schadet gewissen Tierarten sogar. Gegen ein Vogelhäuschen im Garten ist aber nichts einzuwenden.»

Der Rehmagen wird im Winter kleiner

Rehe beispielsweise stellen ihren Verdauungsapparat auf die Verhältnisse im Winter ein. Der Magen wird kleiner. Findet ein Reh dann dank Menschenhand Nahrung im Überfluss vor, bekommt das dem Tier schlecht.

Was ist zu tun, wenn man im Wald ein gesundheitlich angeschlagenes oder sogar totes Tier findet? «Dann sollte man die lokale Jagdgesellschaft informieren», sagt Philipp. «Ein Spezialist wird sich dann das Tier ansehen und entscheiden, was zu tun ist.» In dieser Woche musste ein Schwan geborgen werden, der im Eis auf dem Greifensee festgefroren und verendet war. Im Jahr 2006 fand ein Fuchs im Katzensee den Tod. Er brach im dünnen Eis ein, starb und wurde erst gefunden, als er komplett vom gefrorenen Wasser umschlossen war. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.02.2012, 11:05 Uhr

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5 Kommentare

Josef Nemecek

09.02.2012, 11:35 Uhr
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Gerade Wintersportler und Berggänger sollen bitte auf den Pisten und Wegen bleiben, auch wenn wie Weisse Pracht gerade nach Schneeschuhen, Ski und Snowboard ruft. Die Wildtiere haben im Winter mit viel Schnee keine Reserven und wenig Futter. Man sollte - wie der Slogan des BAFU es sagt - seine Grenzen und diejenigen der Natur respektieren. Besten Dank. Antworten


Stefan Heule

09.02.2012, 12:57 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Und die lieben Hundehalter sollten Ihre Vierbeiner im Wald endlich an die Leine nehmen, so dass diese nicht den Wildtieren nachjagen und sie stressen... Antworten



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