Kalten Progression: Kantonsrat erklärt Postulat für dringlich

Die linken Parteien im Zürcher Kantonsrat verlangen, den Ausgleich der Kalten Progression bereits auf das kommende Steuerjahr vorzunehmen. Der Zürcher Kantonsrat hat in seiner Sitzung ein entsprechendes Postulat für dringlich erklärt.

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Insgesamt stimmten 110 Ratsmitglieder für den Antrag der Linken, einzig die SVP versagte ihm ihre Unterstützung. Für eine Dringlicherklärung waren 60 Stimmen nötig.

Nach Ansicht der Postulanten aus den Reihen der AL, SP und Grünen drängt es sich auf, die Anpassung der Kalten Progression bereits auf das Steuerjahr 2009 vorzunehmen.

Steigerung der Kaufkraft

Seit 2003 habe die Teuerung um 8,5 Prozent zugenommen, sagte ein Sprecher der Alternativen. Dies belaste die Bevölkerung stark. Ein Ausgleich der Kalten Progression würde dagegen zu einer Steigerung der Kaufkraft führen. Zudem könnte die Lohn-/Preis-Spirale entschärft werden, sagte er.

Diese Argumentation liess die SVP nicht gelten. Der Vorstoss sei allzu «durchsichtig» und ziele in Tat und Wahrheit in eine ganz andere Richtung, sagte ihr Sprecher. Die Postulanten hätten nämlich im Sinn, das auf den Weg gebrachte Steuerpaket der Regierung aufzubrechen, sagte er.

Ausser der SVP sprachen sich alle Parteien für die Dringlicherklärung aus. Es gelte, möglichst rasch zu handeln, hiess es im Rat. (tif/sda)

Erstellt: 08.09.2008, 10:48 Uhr

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