Kanal zwischen Zürich- und Walensee wird saniert

Am Donnerstag begann die Sanierung des Escher- und Linthkanals. Die Verbindung zwischen Zürich- und Walensee wir für 100 Millionen Franken erneuert.

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Die Sanierung des Linthwerks dient dem Hochwasserschutz, aber auch der Ökologie. So wird am unteren Teil des Escherkanals durch Renaturierung ein Stück Ur-Linth mit Kiesinseln, Auen- und Weidenwäldern und Laichplätzen für Bach- und Seeforellen wiederhergestellt.

Vorerst wird der Escherkanal zwischen Mollis und dem Walensee saniert, wie Linthingenieur Markus Jud erklärte. Dies dauere voraussichtlich drei Jahre. Am Linthkanal werden erst Vorarbeiten ausgeführt. Gegen dieses Teilprojekt ist noch eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig, allerdings ohne aufschiebende Wirkung.

Hochwasser- Sanierung dringend

Die Linthkommission schreibt von einer «ausgewogenen Lösung». Den Bedürfnissen nach Sicherheit und nach einem naturnahen Lebensraum werde gleichermassen Rechnung getragen. Laut Linthkommissions-Präsident Willi Haag kann das Projekt ohne Landenteignungen realisiert werden.

Den Hochwassern in den Jahren 1999 und 2005 hatten die Dämme nur knapp standgehalten. Die Dringlichkeit einer Sanierung wurde damals offensichtlich. Beim Spatenstich in Mollis betonte Haag, die Naturgefahren würden in den nächsten Jahrzehnten mit Sicherheit nicht abnehmen.

Die Sanierung des Linthwerks hat laut Haag zum Ziel, langfristig eine harmonische Weiterentwickung des Linthgebiets zu ermöglichen. Trägerin des Projekts ist die Linthkommission, an der die Kantone Glarus, St. Gallen, Schwyz und Zürich beteiligt sind.

136 Einsprachen

Das Projekt «Hochwasserschutz Linth» wurde Mitte 2007 genehmigt. 136 Einsprachen verzögerten die Sanierung der Kanäle und Dämme. Die «IG Hochwasserschutz Linth» zog eine Beschwerde bis ans Bundesgericht weiter. Die IG forderte höhere Dämme.

(ep/sda)

Erstellt: 25.09.2008, 17:17 Uhr

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