Kantonsrat schont Autofahrer

Pendler sollen bei den Steuern bis zu 5000 Franken fürs Pendeln abziehen können. Die Regierung schlug 3000 Franken vor.

Vor allem Autofahrer kommen auf Pendlerkosten von 5000 Franken.

Vor allem Autofahrer kommen auf Pendlerkosten von 5000 Franken. Bild: Keystone

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Wer im Kanton Zürich Steuern zahlt, soll ab 2018 nur noch maximal 5000 Franken fürs Pendeln abziehen können. Dies hat der Kantonsrat heute Montag in erster Lesung beschlossen. Bisher gab es kein oberes Limit.

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Betroffen wären vor allem Autopendler, die heute manchmal bis zu 20'000 Franken für die Fahrt an ihren Arbeitsort abziehen. ÖV-Pendler wären vom beschränkten Pendlerabzug nicht betroffen, weil ein GA der 2. Klasse mit rund 3800 Franken ohnehin weniger als die erlaubten 5000 Franken kostet.

Die Begrenzung des Pendlerabzuges soll dem Kanton Mehreinnahmen von 26,3 Millionen Franken bringen. Die Gemeinden dürften mit 28,7 Millionen Franken rechnen.

Regierung wollte 3000 Franken

Damit setzte sich die bürgerliche Mehrheit gegen die linke Ratshälfte und den Regierungsrat durch. Dieser wollten den Abzug auf 3000 Franken beschränken, was auch GA-Besitzer geschmerzt hätte (nicht aber die Inhaber von ZVV-Abos) und die Steuereinnahmen noch mehr hätte ansteigen lassen, und zwar auf 44,5 (Kanton) respektive 48,6 Millionen (Gemeinden). Ziel war es gewesen, mit den Mehreinnahmen den Zürcher Beitrag an den neuen ÖV-Fonds des Bundes zu zahlen.

Die zweite Lesung dieser Steuergesetzänderung findet in etwa vier Wochen statt. Das letzte Wort hat aber das Volk. Es wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über den neuen Pendlerabzug abstimmen. (pu/sda)

Erstellt: 20.03.2017, 13:28 Uhr

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