Zürich

Keine Steuersenkungen für niemanden

Aktualisiert am 16.05.2011 31 Kommentare

Die Zürcher wollen keine Steuersenkungen: Das von Regierungs- und Kantonsrat beschlossene Steuerpaket und die Gegenvorschläge scheiterten.


Artikel zum Thema

Artikel zum Thema

Stichworte

Stichworte

Stichworte

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Sowohl das vom Regierungs- und Kantonsrat beschlossene Steuergesetz, als auch die beiden Gegenvorschläge von GLP und SP wurden an der Urne abgelehnt. Beim Steuergesetz ist die Entscheidung mit 50,8 Prozent Nein-Stimmen äusserst knapp. Der von der GLP eingereichte Gegenvorschlag «Eine nachhaltige Steuerstrategie» wird von der Stimmbevölkerung hingegen klar abgeschmettert. Auch der SP-Gegenvorschlag «Tiefere Steuern für Familien» wird deutlich abgelehnt.

Steuergesetz blitzt in der Stadt ab

Die Verringerung der Steuerlast stösst in Stadt und Land auf unterschiedlichen Zuspruch. In der Stadt Zürich wird das vom Kantonsrat beschlossene Steuergesetz mit 57,7 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt, in Winterthur sind es 53,8 Prozent. Knapp abgelehnt wird die Vorlage auch in Affoltern, Hinwil und Uster. In den Bezirken Andelfingen, Bülach, Dielsdorf, Dietikon, Horgen und Pfäffikon wurde das Steuergesetz mit Stimmenanteilen von 50 bis 55 Prozent angenommen. In Meilen betrug der Anteil Ja-Stimmen 61,1 Prozent.

Mit dem Steuergesetz wären die höchsten Einkommen ab 250'000 Franken (Alleinstehende) bzw. über 350'000 Franken (Verheiratete) sowie Vermögen ab 3 Millionen steuerlich entlastet worden. Auch die tiefsten Einkommen und Familien hätten profitiert. Zudem wäre die kalte Progression für alle ausgeglichen worden (Erhöhung der Tarifstufen um 8 Prozent). Die jährlichen Steuerausfälle für den Kanton hätten gegen 400 Millionen Franken betragen.

GLP-Gegenvorschlag: «Eine nachhaltige Steuerstrategie»

Nach ihrem Erfolg bei den Kantonalwahlen im April erleidet die Grünliberale Partei am heutigen Abstimmungssonntag eine Niederlage. Der Gegenvorschlag der Grünliberalen für «eine nachhaltige Steuerstrategie» wird vom Stimmvolk wuchtig abgelehnt. Nur 19,4 Prozent der Stimmenden haben den Gegenvorschlag angenommen.

Der Gegenvorschlag der Grünliberalen ist weitgehend deckungsgleich mit der Steuergesetzvorlage der Regierung. Einzig bei der Steuererleichterung für die höchsten Einkommen wollte die GLP weniger weit gehen: Die höchste Progressionsstufe wäre von 13 auf 12 Prozent gesenkt worden , anstatt wie in der Regierungsvorlage auf 11 Prozent.

SP-Gegenvorschlag von Stimmberechtigten: «Tiefere Steuern für Familien»

Auch abgelehnt, wenn auch mit etwas grösseren Zuspruch, wird der zweite Gegenvorschlag zum Steuergesetz, «Tiefere Steuern für Familien». 37,4 Prozent der Stimmenden lehnten den Vorschlag der SP für «tiefe Steuern für Familien» an.

Mit ihrem Gegenvorschlag wollte die SP nicht die obersten Einkommen und Vermögen entlasten, sondern – neben den tiefen Einkommen – den Mittelstand. Profitiert hätten Einkommen bis rund 150'000 (Alleinstehende) bzw. 200'000 Franken (Verheiratete). Weiter wollte die SP den Kinderabzug auf der Steuererklärung durch Kindergutschriften auf der Steuerrechnung ersetzen.

Erstellt: 15.05.2011, 14:38 Uhr

31

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

31 Kommentare

Peter Müller

15.05.2011, 17:55 Uhr
Melden 133 Empfehlung

Erfreulich, dass das Gesetz abgelehnt wurde, aber es überrascht mich immer wieder wieviele Normalverdiener offensichtlich bei Abstimmungen bereit sind, den Reichsten in den Allerwertesten zu kriechen.
Steuern für Reiche zu senken, kann für Kantone und Gemeinden sinnvoll sein, die sonst nicht viel zu bieten haben, aber der Kanton Zürich leidet ja nicht gerade unter mangelnder Standortattraktivität.
Antworten


Joe Amberg

15.05.2011, 18:11 Uhr
Melden 118 Empfehlung

Na also - trotz einem etwa 20-fach grösseren "Ja" Werbebudget der Möchtegern Massiv-Profiteure hat eine Mehrheit endlich begriffen dass sie nicht gegen ihre eigenen Interessen stimmen sollte.
Der Regierungsrat hat nun gefälligst null komma plötzlich die kalte Progression auszugleichen - damit endlich alle von der längst überfälligen Steuerkorrektur profitieren!!
Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.