Kleine Beizen und Stammtisch «bedroht»

Die Gastwirte im Kanton Zürich kritisieren die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen». Diese soll Arbeitsplätze im Gastgewerbe bedrohen.

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Am 28. September kommt die Initiative der Lungenliga des Kantons Zürich vor das Volk – jetzt machen die Gastwirte mobil für den Gegenvorschlag des Kantonsrates. Vor allem kleinere Beizen seien durch die Initiative akut wirtschaftlich gefährdet, so das Komitee «Gastwirte sagen Ja zum Gegenvorschlag des Kantonsrats». Im Zürcher Gastgewerbe seien 40'000 Personen beschäftigt, ein Teil dieser Arbeitsplätze sei bedroht.

Das zeigten Erfahrungen aus Deutschland, wo vor einem Jahr das Rauchverbot in Restaurants in Kraft getreten sei, hiess es vor den Medien. Im Bundesland Baden-Württemberg fürchte gemäss einer Umfrage rund die Hälfte der Beizer um ihre Existenz.

Raucherbetriebe fortführen

Das Komitee warb gleichzeitig für den Gegenvorschlag des Kantonsrates, der nach einem Schwenker neuerdings auch von der Kantonsregierung unterstützt wird. Dieser sei massvoll und ausgewogen, weil kleine Einraum-Betriebe als speziell gekennzeichnete «Raucherbetriebe» fortgeführt werden könnten.

Die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» fordert ein Verbot des Rauchens in Restaurants mit Ausnahme nicht bedienter Fumoirs. Der Gegenvorschlag will dagegen abgetrennte Raucherbereiche in Restaurants zulassen. Und in Beizen bis 35 Plätze wäre das Rauchen weiterhin erlaubt. (fsc/sda)

Erstellt: 21.08.2008, 17:02 Uhr

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