Zürich

Korruptionsfall BVK: Personalvorsorge organisiert sich neu

Aktualisiert am 26.01.2012 6 Kommentare

Die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich ist organisatorisch auf gutem Weg. Nur finanziell sieht es nach wie vor schlecht aus.

Für die Reorganisation der BVK verantwortlich: Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger (l.).

Für die Reorganisation der BVK verantwortlich: Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger (l.).
Bild: Keystone

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Die BVK Personalvorsorge habe nach dem Korruptionsfall die meisten Empfehlungen der Administrativuntersuchung umgesetzt sowie ihre Geschäftsprozesse breiter abgestützt, teilte die Finanzdirektion heute Donnerstag mit.

Finanziell siehts weniger gut aus: Die BVK weist seit Jahren eine massive Unterdeckung auf. Für das Jahr 2011 rechnet man gemäss provisorischen Berechnungen mit einem Deckungsgrad von 83,2 Prozent, wie es in einer Mitteilung weiter heisst. Die Rendite der Anlagen erreichte minus 0,6 Prozent. Damit bewege sich das Ergebnis der BVK im Rahmen des Durchschnitts der Schweizer Pensionskassen.

21 Milliarden Versicherungsvermögen

Als Folge des Korruptionsfalls um den fristlos entlassenen Anlagechef hat die BVK den früher mit nur einer verantwortlichen Person unterdotierten Anlagebereich (Asset Management) auf total fünf Stellen ausgebaut. Sie verfüge damit über ein breit abgestütztes Know-how, das dem Anlagevolumen der zweitgrössten Kasse der Schweiz entspreche.

Ebenfalls als Lehre aus dem Korruptionsfall habe die BVK ein internes Risiko Management aufgezogen und das interne Kontrollsystem verstärkt. Bereits auf Anfang 2011 habe die BVK die Loyalitätsbestimmungen auf alle Mitarbeitenden ausgedehnt und verschärft.

Der frühere Anlagechef muss sich wegen Bestechung und ungetreuer Amtsführung vor Gericht verantworten. Mit ihm sind noch fünf weitere Personen angeklagt.

Die BVK verwaltet rund 21 Milliarden Versicherungsvermögen für über 100'000 Versicherte. Etwas mehr als die Hälfte davon arbeitet beim Kanton, die anderen bei Städten, Gemeinden und Institutionen.

(jcu/sda)

Erstellt: 26.01.2012, 16:49 Uhr

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6 Kommentare

Walter Hermann Fröhlich-Gantenbein

26.01.2012, 19:18 Uhr
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Viele Jahre haben die Anlagechefs der Pensionskassen sehr gut gelebt, weil in der Hochzinsphase das persönliche Beitragskonto nur mit 4 % verzinst wurde. Hätte man damals den effektiven Zinsertrag gutgeschrieben, müssten die Pensionskassen heute noch kerngesund sein.Ich frage mich, wo ist die Differenz geblieben ? Antworten


Eugen Fischer

26.01.2012, 21:59 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Sorry, aber beliben wir bei der Wahrheit, es ist nicht nur ein Fall von Korruption sondern ein Fall der "mangelnden Kontrolle"! Antworten



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