Letzigrund-Dach: Schäden grösser als angenommen
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 09.02.2010 22 Kommentare
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Wie viele der 31 Dachträger im Stadion Letzigrund beschädigt sind, können die Verantwortlichen noch nicht sagen. «Nach heutigen Erkenntnissen weisen möglicherweise mehrere Stützen feine Risse auf», sagt Stadionmanager Peter Landolt auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Ob es sich um einen Konstruktions- oder Materialfehler handelt, ist noch unklar.
Am Montagnachmittag wurde das Dach bereits mit einem Gerüst verstärkt. Bei einer Kontrolle war ein Riss entdeckt worden. Äusserlich ist der Schaden nicht zu sehen. «Die Risse befinden sich inwändig und sind nur mit einer Art Endoskop erkennbar», sagt Landolt. Es handelt sich nicht um klaffende Beschädigungen, sondern um feine Haarrisse, die einige Zentimeter lang sind.
Spiel mit Stützen
Gefährdet ist laut Landolt niemand gewesen. «Trotzdem lassen wir aus Sicherheitsgründen keine Leute ins Stadion, die nichts mit den Untersuchungen zu tun haben», sagt Landolt. Obwohl die Schäden grösser sind als am Montag mitgeteilt, sieht er das Spiel am Samstag weiterhin nicht gefährdet. «Nach heutigem Stand der Erkenntnisse wird das Dach gestützt und das Spiel kann stattfinden.»
Definitiv darüber entschieden wird am Donnerstag. «Dann wissen wir genau, wie die Situation aussieht», sagt Landolt. Je nachdem könnte auch das Wetter eine Rolle spielen. Vorausgesagt ist leichter Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Diese Zusatzbelastung des Daches wird beim Entscheid miteinbezogen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.02.2010, 13:01 Uhr
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22 Kommentare
Ein Stadion das kaum 3 Jahre alt ist und jetzt schon Baumängel hat und für viel Geld repariert werden muss (der Steuerzahler lässt danken), dem sagt man dann wohl eben "Weltklasse Zürich": Das schafft wohl keine andere Stadt als Zürich. Weitere Beispiele Cobra Tram und PantaRhei Schiff etc. voll und ganz Weltklasse Zürich. Antworten
@Isabel Wirth: Es ist richtig, dass stets ein Ingenieur für die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit eines Bauwerkes verantwortlich ist. Es stimmt aber nicht, dass der Ingenieur dem Architekten Grenzen setzen kann. Es muss so gebaut werden, wie der Architekt es will. Der Zeit- und Kostendruck auf die Ingenieure ist enorm, so dass die Qualität leiden muss, besonders bei so komplexen Projekten. Antworten
Schade, dass es Ursula Koch nicht mehr im Stadtrat gibt. Die hätte niemals einen Bau bewilligt. Gross, klein, für Wirtschaft, Sport oder sonstwas. Somit wäre Zürich zwar immer noch ein Dorf aus den fünfzigern, aber keine Lachnummer für die Schweiz. Antworten
Bin gespannt, ob das von Herzog & de Meuron entworfene Pekinger Olympiastadion nicht auch von einem ähnlichen Problem betroffen sein wird. Doch bei allem Architektenhohn gilt es nicht zu vergessen, dass für die Konstruktion stets ein Ingenieurbüro zuständig ist, das auch die Aufgabe hat, allzu ambitiöse Architektenwünsche abzulehnen. Die Schuld ist also klar beim Statiker zu suchen. Antworten
@W. Taler: Was bitte um HIMMELSWILLEN ist an der Bruchbude Letzigrund genial. Zuwenig Toiletten, keine Stehplätze, der Frauenverein im Catering und dazu noch eine rote statt blaue Bahn. Von den Sitzen ganz zu schweigen. Was bitte ist genial. Architektur oke, aber der Endnutzer ist der Schlussendliche Nutzer und diesen gefällts nun mal überhaupt nicht. Antworten
Ich muss Herrn Berger Recht geben, es musste ja Superschnell gebaut werden. Alles wurde in Rekordzeit aufgestellt. Und man feierte den schnellen Aufbau. Verwundert haben sich eingige gefragt, wie dies dies wohl möglich ist. Auch ich gehöre dazu. Tja, nun ist Geschenk da. Hätten wir dies lieber sauber geplant. Antworten
Das habt Ihr nun davon wenn Ihr ein Stadion von einem Archtiekten bauen lässt der NULL KOMMA NULL Ahnung von Stadionbau hat und mehr Wert auf Design als Nutzen legt. Endlich Zeit dass ein richtiges Stadion gebaut wird für den einzigen und wahren Club in der Stadt Zürich. FCZ forever. Eine Idee ans Sportamt, baut doch den alten Letzi wieder auf. Bitte. Antworten



hans löffler
welches wäre denn das ausweichstadion für den fcz und gc falls das leichtathletikstadion gesperrt werden muss? gibt ja seit jahren kein fussballstadion mehr in zürich. traurig aber wahr. müssten dann wohl auf bern oder basel ausweichen. da sieht man halt auch den unterschied zu basel, dort wird der fussball gelebt und ist tief in der bevölkerung verankert, im gegensatz zu zürich. schade. Antworten