Zürich

Liebespaar überlebt Lawinenunglück

Aktualisiert am 06.01.2010

Ein Astrophysiker aus Zürich wurde im Diemtigtal zweimal aus Lawinen gerettet. Seine Freundin wurde ebenfalls lebend geborgen. Ihre beiden Freunde überlebten das Drama nicht.

Zweimal verschüttet, zweimal gerettet: Joachim S.

Zweimal verschüttet, zweimal gerettet: Joachim S. (Bild: 20 Minuten)

Hat ihren Freund mit blossen Händen ausgegraben: Tracy E.

Hat ihren Freund mit blossen Händen ausgegraben: Tracy E. (Bild: 20 Minuten)

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Der deutsch-kanadische Astrophysiker Joachim S. verbrachte gemeinsam mit seiner Freundin, der ETH-Klimawissenschaftlerin Tracy E., die Feiertage im Berner Diemtigtal. Gemeinsam mit zwei Freunden logierten sie laut Medienberichten im Hotel Spillgerten in Schwenden. Am Sonntag brachen die vier zu einer Skitour zum Drümännler auf, die ihnen zum Verhängnis werden sollte.

Kurz vor Mittag löste sich eine Lawine im Hang und riss Joachim S. mit sich. Der 41-Jährige wurde von den Schneemassen zugeschüttet. Mit blossen Händen gruben ihn seine Freunde aus dem Schnee aus. Die angerückten Rettungskräfte und ein Rega-Arzt versorgten den Mann – als die zweite Lawine ins Tal schoss. Dieses Mal wurden sowohl der Astrophysiker als auch seine Freundin verschüttet. Doch wie durch ein Wunder konnten beide erneut aus dem Lawinenkegel befreit werden.

Sie haben das Spital wieder verlassen

Bei dem Unfall zogen sich die beiden leichte Verletzungen zu. Joachim S. hat Erfrierungen an seinen Händen. Doch bereits am Dienstagabend konnte er gemeinsam mit Tracy E. das Spital Interlaken verlassen.

Ihre beiden Freunde hatten kein Glück. Sie konnten am Dienstag nur noch tot geborgen werden. Auch der Rega-Arzt Andreas A. überlebte die Katastrophe nicht. Er starb in der zweiten Lawine, die ihn ins Tal riss, als er Joachim S. Hilfe leistete.

(tif)

Erstellt: 06.01.2010, 14:48 Uhr

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