Zürich

Maja Ingold will in den Regierungsrat

Aktualisiert am 25.08.2010

Die EVP des Kantons Zürich will bei den Regierungsratswahlen im nächsten Jahr mit einer eigenen Kandidatur antreten. In den Startlöchern steht Nationalrätin Maja Ingold aus Winterthur.

Bereit für den Wahlkampf: Maja Ingold will Regierungsrätin werden. (Bild: Keystone )

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Die 61-jährige Ingold gab ihr Interesse an einer Kandidatur am Dienstag an der traditionellen Güggelkonferenz der EVP in Zürich bekannt. Sie sei von Parteileitung und Kantonsratsfraktion angefragt worden und stehe zur Verfügung, erklärte sie. Die offizielle Nomination durch die zuständigen Parteigremien soll im Herbst erfolgen.

Mit ihrer langjährigen Exekutiverfahrung bringe Ingold optimale Voraussetzungen für das Amt als Regierungsrätin mit, schreibt die EVP in einer Mitteilung. Die ehemalige Winterthurer Stadträtin trat Ende Mai im Nationalrat die Nachfolge des zurücktretenden Ruedi Aeschbacher an.

Bereits Exekutiverfahrung als Stadträtin

In ihrer ersten Session in Bern habe sie als soziale Politikerin bereits klar Position bezogen, heisst es in der Mitteilung. In einem Vorstoss habe sie sich für die Schaffung von Nischenarbeitsplätzen eingesetzt. Dabei sollen Firmen, die soziales Engagement beweisen, belohnt werden. Ingold wurde 2002 in den Winterthurer Stadtrat gewählt. Bei der Gesamterneuerungswahl im Frühjahr trat sie nicht mehr zur Wiederwahl an.

Auf gutem Wege ist laut Tobias Mani, Gemeinderat von Wädenswil, die von der EVP lancierte Volksinitiative «Uferwege für alle». Die Unterschriftensammlung sei gestartet worden und werde auch von Umweltverbänden wie etwa Pro Natura oder Vogelschutz unterstützt, sagte der Komiteepräsident.

An christlicher Werthaltung festhalten

Mit der Initiative wolle die EVP den politischen Druck erhöhen, damit die Lücken bei den Uferwegen geschlossen werden. Mit der Forderung, die Uferwege in Etappen zu realisieren, unterscheide sich die EVP-Initiative vom Vorgehen der SP. Diese wolle mit ihrer Initiative einen Gesamtkredit, was mit aufwendigen Planungsarbeiten verbunden sei.

Gemäss der EVP-Initiative sollen die Wege rund um die Seen und entlang der Flüsse im Kanton möglichst nahe am jeweiligen Gewässer entlang führen - wo dies der Natur- und Landschaftsschutz erlaubt. Das Prinzip der durchgehenden Uferwege soll in die Kantonsverfassung aufgenommen werden. Wie Kantonalpräsident Johannes Zollinger erklärte, orientiert sich die EVP auch mit dem neuen Parteiprogramm an einer «christlichen Wertehaltung». Schwergewichtig werde die EVP weiterhin für die Familien einstehen und ökologische Aspekte mittragen. (fsc/sda)

Erstellt: 24.08.2010, 16:54 Uhr

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