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Markant höhere Lärmgebühren in der Nacht auf dem Flughafen Zürich

Aktualisiert am 28.09.2011 3 Kommentare

Wer am Flughafen Zürich während den Randstunden landen will, wird künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. So will es das überarbeitete Lärmgebührenmodell der Flughafen Zürich AG.

Kostspieliger: Die Abflüge ab Zürich sollen früh morgens und spät abends erhöht werden.

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Die Flughafen Zürich AG hat dem Bund ein neues Modell für Lärmgebühren unterbreitet. Dieses sieht vor, dass neu 75 Prozent der Flugbewegungen mit einer Lärmgebühr belastet werden. Heute werden lediglich 10 Prozent zur Kasse gebeten.

Zusätzlich zu den Lärmgebühren will der Flughafen künftig Gebührenzuschläge von 6 bis 7 Uhr und von 21 bis 22 Uhr erheben. Wie die Flughafen Zürich AG mitteilt, betragen die vorgesehenen Tagesrandstundenzuschläge je nach Flugzeugtyp zwischen 40 und 1500 Franken.

Neue Gebühren ab 2013

In der Nacht sieht das neue Modell Zuschläge vor, die sich pro halbe Stunde verdoppeln. Für Flugzeuge, die mit einer Ausnahmebewilligung in der Nachtsperrzeit von 23.30 bis 6 Uhr starten oder landen, erhöht sich dieser Zuschlag und variiert je nach Flugzeugtyp zwischen 1500 Franken und 18'000 Franken.

Gemäss einem Entscheid des Bundesgerichts müssen die überarbeiteten Lärmgebühren auf den Sommerflugplan Ende März 2013 eingeführt werden. Das Bazl prüfe zunächst den von der Flughafenbetreiberin eingereichten Vorschlag, heisst es in der Mitteilung. Im Frühling 2012 ist eine Konsultation bei den beteiligten Partnern vorgesehen.

Revision in zwei Schritten

Die Flughafenbetreiberin hatte im September des vergangenen Jahres die Absicht angekündigt, die Revision des Lärmgebührenmodells in zwei Schritten zu vollziehen. In einer ersten Phase wurden die Lärmgebühren für die lauten Flugzeugtypen der Lärmklasse 1 und 2 auf Ende März dieses Jahres verdoppelt.

In einer zweiten Phase wurde die Einteilung der Flugzeugtypen in fünf Lärmklassen komplett überarbeitet. Aufgrund des technischen Fortschritts und der Modernisierung der in Zürich verkehrenden Maschinen hatte das bestehende Gebührenmodell kaum mehr einen Lenkungscharakter. (pia/sda)

Erstellt: 28.09.2011, 15:16 Uhr

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3 Kommentare

Peter Stegemann

28.09.2011, 15:40 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ende März 2013? Das ist wohl ein Witz! So viel Zeit muesste ich mir mal lassen, wenn eine Firma oder der Staat was von mir will. Antworten


Walter Krauer

03.10.2011, 14:27 Uhr
Melden

Bedauerlich Ist dass ein grosser Teil der Lärmgebühren in der Tasche der Betreiberin hängen bleibt, sonst wäre es längst möglich gewesen im nahen Raum um der um den Flugplatz die schalldichten Fenster mit einzubauen. Die Privatisierung hat nur Interessen möglichst viel Gewinn einzutreiben. Die Nachteile der Kosten für die Umwelt kümmert Sie wenig. Antworten



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