Zürich
Markus Kägi will PJZ bis 2016 in Betrieb nehmen
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 05.09.2011 79 Kommentare
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Für den Regierungsrat des Kantons Zürich ist es ein Triumph: Zum zweiten Mal innert acht Jahren haben sich die Stimmbürger heute Sonntag für den Bau des Polizei- und Justizzentrums (PJZ) ausgesprochen. «Die Zürcherinnen und Zürcher haben sich für eine effektivere Zusammenarbeit von Polizei und Strafverfolgung ausgesprochen, und gegen eine ewige Geschichte», sagte Justizdirektor Martin Graf (Grüne). Und der Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) verspricht, dass dadurch Synergien geschaffen werden und die Kriminalität effektiver bekämpft werden könne. Baudirektor Markus Kägi (SVP) geht davon aus, dass das PJZ bis 2016 oder 2017 in Betrieb genommen werden kann. Die Projektierung werde nun wieder aufgenommen. Zudem verspricht er, dass der Regierungsrat den Objektkredit umgehend im Kantonsrat zur Abstimmung bringen werde.
Diese Abstimmung ist die nächste Hürde für das PJZ. Bereits im vergangenen Jahr erteilte der Kantonsrat dem Objektkredit eine Abfuhr, und theoretisch steht ihm diese Möglichkeit erneut offen. SVP-Fraktionspräsident Alfred Heer deutete an, die SVP werde den Volksentscheid akzeptieren und wolle den Objektkredit nicht weiter bekämpfen. Dies sagte er gegenüber einigen Medienschaffenden kurz bevor die Resultate ausgezählt waren.
«Nach dieser langen Leidenszeit sind wir das dem Volk schuldig»
Ebenfalls alles andere als erfreut über den Entscheid war die Grüne Kantonsrätin Gabi Petri: Es sei ein «fataler Fehler» vom Zürcher Stadtrat, dass er sich nicht gegen das Projekt gewandt hätte. «Er hat damit jede Glaubwürdigkeit in Wohnungsfragen verloren.» Dass nun das Kasernenareal und 30 weitere Standorte in der Innenstadt für andere Nutzungen frei werden, daran glaubt Petri nicht. «Das war reine Bauernfängerei.»
Erleichtert ist dagegen SP-Fraktionspräsident Raphael Golta. Denn es hätten durchaus die SP-Wähler sein können, die das PJZ hätten zu Fall bringen können. Die kühne Vision, anstelle eines Polizeizentrums 1000 Wohnungen auf dem Areal des Güterbahnhofs zu errichten, fand in ihren Reihen durchaus Sympathien. Dafür verspricht Golta jetzt, die SP werde sich dafür einsetzen, dass das Kasernenareal so bald als möglich dem Quartier zugute käme. «Nach dieser langen Leidenszeit sind wir das dem Volk schuldig.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.09.2011, 17:38 Uhr
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79 Kommentare
In der Abstimmungszeitung stand unmissverständlich, die Parteien haben klar Stellung genommen + aus den Zeitungen konnten Zusammenfassungen und Parteiparolen entnommen werden. Das Resultat ist eindeutig. Wer hier "Bschiss" wettert, der macht dies nur, weil ihm das ohne Irreführung zustandegekommene Resultat nicht gefällt. Die vehement vorgetragenen Schauergeschichten sind typisch Nörgeli-$VP. Antworten
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