Martin Graf will in den Regierungsrat
Will es nochmals wissen: Der Grüne Martin Graf.
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Die Grünen des Kantons Zürich setzen auf Bewährtes. Der Parteivorstand will Martin Graf im nächsten Frühling ins Rennen um einen Sitz in der Kantonsregierung schicken. Nominiert werden muss Graf noch von einer Mitgliederversammlung am 27. September.
Der 55-jährige Ingenieur-Agronom Martin Graf ist seit 1998 teilamtlicher Stadtpräsident von Illnau-Effretikon, zuvor gehörte er bereits eine Amtszeit dem Stadtrat an. Daneben leitet er die Gruppe Informatik an der landwirtschaftlichen Beratungszentrale Agridea Lindau.
Die Kommunalpolitik sei ihm auch nach 20 Jahren nicht langweilig geworden. Doch nun suche er eine neue Herausforderung und «die Exekutive ist das, was mir liegt,» sagte er am Freitag vor den Medien. Die Exekutive müsse gemeinsam und geeint auftreten. Das sei weder im Bund noch im Kanton gegeben.
Ein aktuelles Positionspapier hat Graf noch nicht. «Ich hätte nicht gedacht, dass der Vorstand so schnell entscheidet,» erklärte er. Doch seine vor vier Jahren entwickelten «Strategien nachhaltiges Zürich 2015» seien in weiten Teilen noch aktuell.
Andere Ausgangslage als 2007
Graf ist bei der Gesamterneuerungswahl für den Regierungsrat 2007 bereits einmal angetreten. Er erreichte das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Das gute Resultat habe ihn für eine weitere Kandidatur bestärkt, sagte Graf. Bei der kommenden Wahl am 3. April 2011 ist die Ausgangslage zudem eine andere, denn von den Bisherigen tritt Markus Notter (SP) nicht mehr an.
Die Grünen haben es jedoch nicht unbedingt auf den Sitz der SP abgesehen. «Es sitzen nicht alle gleich fest im Sattel,» sagte Philipp Maurer, Co-Präsident Grüne Kanton Zürich. Vor allem mit der Amtsführung und Führungsstärke von Hans Hollenstein (CVP) seien die Grünen nicht zufrieden.
«Päckli» möglich
Graf betonte, er kandidiere nicht gegen amtierende Regierungsräte sondern für die Grünen. Die Grünen seien auch offen für die Diskussion mit anderen Parteien, sagte Maurer. Denkbar sei ein «2&1- Päckchen» mit der SP, aber auch ein «4er-Päckchen» mit weiteren Parteien, etwa der GLP sei möglich.
Im Zürcher Regierungsrat waren die Grünen bisher einzig mit Verena Diener vertreten. Diese war 1995 gewählt worden, wechselte dann 2004 zu den neu gegründeten Grünliberalen und trat 2007 zurück.
Bei der SP wollen Mario Fehr und Thomas Hardegger kandidieren, für die EVP steigt Nationalrätin Maja Ingold ins Rennen. Offen ist bislang, ob auch die Grünliberalen mittun werden: Parteigründer Martin Bäumle wartet noch ab, wie sich die anderen genau aufstellen. «Wir beginnen mit unserer Planung erst Ende September», sagte er unlängst gegenüber dem Tages-Anzeiger. Die kantonale SP entscheidet am 28. September, mit welcher Kandidaten-Kombination sie im nächsten Frühling antreten wird. (cim/sda)
Erstellt: 27.08.2010, 10:50 Uhr


































