Zürich
Mauch schreibt Dankesbriefe an Reiche
Aktualisiert am 07.01.2011 51 Kommentare
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Je 100 Einzelpersonen und ebenso viele Firmen in Zürich haben eine Danksagung von SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch erhalten. Mitunterzeichner ist Finanzvorstand Martin Vollenwyder von der FDP. In den Kreis der Adressaten aufgenommen wurde, wer als Privatperson mindestens 250'000 Franken und als Firma eine halbe Million Franken an Gemeindesteuern ablieferte, wie der «Landbote» von heute schreibt.
Die Stadt Zürich versteht die Dankesbriefe an 100 von 231'000 steuerpflichtigen Personen und 100 von 23'000 Firmen nicht als Bückling vor der finanziellen Oberschicht, sondern als Zeichen der Wertschätzung. Wie Paul Aschwanden, Chef des Steueramtes, gegenüber dem Landboten sagte, ändert sich die Grenze, ab der jemand einen Brief erhält, von Jahr zu Jahr – je nach dem Total der Steuererträge.
Goldküstengemeinden verzichten
Deshalb vermied es Zürich bisher auch, die individuelle Wertschätzung gross publik zu machen. Denn sonst befürchte man problematische Erwartungshaltungen, wie Aschwanden sagt. Ähnliche Danksagungen aus den gleichen Motiven verschickt auch Winterthur. Wie Zürich wird die Stadt von einer rot-grünen Regierung dominiert.
Andere Städte und Gemeinden im Kanton haben wenig Verständnis für die Aktionen. In Uster wurde die Idee aus datenrechtlichen Gründen verworfen, die Goldküstengemeinde Meilen etwa hält einen Dank an alle Steuerzahler und nicht an eine Elite für angemessen. Wie beispielsweise Küsnacht und Herrliberg verzichtet die Gemeinde auf solche Dankesaktionen. (ep)
Erstellt: 07.01.2011, 07:49 Uhr
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51 Kommentare
Die Rede ist ganz klar von Steuerzahlern, welche 250k Steuern BEZAHLEN. Der durchschnittliche Zürcher Steuerzahler bezahlt unter 10k - somit wo ist das Problem? Die reichen Haushalte bezahlen den grössten Teil der Steuern in der Schweiz und ermöglichen der Hälfte der Bevölkerung, keinen Rappen Steuern zu bezahlen und trotzdem Erstklassleistungen zu beziehen. Sozialneid halloo? Antworten
Kundenbeziehungen pflegen gehört zu den Obliegenheiten jedes Unternehmens. Ich nehme an, dass die meisten Gemeinden der Schweiz spezielle Beziehungen zu ihren grössten Steuerzahlenden haben. Ob dies konkrete Gespräche sind, gegenseitige Einladungen oder eben Dankesbriefe. Die lästernden Forumschreiber gehören wohl zu den Nicht-Wählern und haben sich selber noch nie engagiert in der Politik. Antworten
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