Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Mauchs Aussage ist ungeschickt und wird Folgen haben

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 17.01.2011 31 Kommentare

Kaum verstummte die Kritik an der Stadtpräsidentin, tritt sie in ein neues Fettnäpfchen. Was Corine Mauch kürzlich sagte, wird man ihr noch bei den nächsten Stadtratswahlen vorhalten.

Felix Schindler

Umfrage

Sind sie auch der Meinung, dass Corine Mauchs Aussage ein schlechtes Signal gegenüber Wählern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung war?

Ja

 
68.8%

Nein

 
31.2%

2073 Stimmen


Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Das ist Zunder. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) wird an einem Talk gefragt, ob sie es bereue, Stadtpräsidentin geworden zu sein. «Ja, diese Momente gibt es täglich», antwortet Mauch und lacht. Und da kracht es im Gebälk: Sämtliche Medien nehmen diese Aussage auf und die Kommentarspalten auf Tagesanzeiger.ch füllen sich im Nu.

Es gibt Dinge, die darf man denken – und für sich behalten. Mauchs Aussage gehört eindeutig dazu. Die Zürcher Stadtpräsidentin ist vom Volk gewählt und schuldet es diesem, sich selbstbewusst vor die Wähler zu stellen und engagiert zu politisieren. Man mag einwenden, die Stadtpräsidentin hätte es gar nicht so gemeint und ihre Aussage umgehend relativiert. Man mag auch einwenden, die rund 50 Zuhörer in der Winterthurer Coalmine hätten dies nicht als Zwiespalt über ihr Amt aufgefasst, sondern als ehrliches und persönliches Votum des Menschen Corine Mauch.

Das Problem ist aber: Diese vervollständigt ein Bild der Stadtpräsidentin Corine Mauch. Zu häufig erweckte Mauch in den vergangenen zwei Jahren den Eindruck, dass ihr die Lust am Politisieren abhanden gekommen ist, an der Auseinandersetzung mit dem Volk. Endlich wurde es nach einigen gelungenen Reden ruhig um die Auftrittskompetenz Mauchs – und jetzt setzt diese Aussage das Signal: Wenn man sie bei den kommenden Wahlen nicht mehr wählt, tut man ihr einen Gefallen.

Mindestens so problematisch ist jedoch dies: Corine Mauch steht an der Spitze einer Verwaltung, die 24'000 Personen beschäftigt. All diese Menschen gehen täglich zur Arbeit. Manche mit mehr Lust, manche mit weniger. Aber die wenigsten von ihnen dürften auf die Idee kommen, ihrem Chef zu erzählen, dass es neben der Arbeit noch etwas anderes geben sollte. Wem an seinem Job gelegen ist, der tut so etwas einfach nicht. Auch gegenüber den Mitarbeitern der Stadt Zürich setzt dieser Satz das Signal: Unsere Chefin ist nicht mit Leib und Seele dabei.

2014 wird es Stimmbürger geben, die Mauchs Herausforderer wählen und sagen werden: Man tut ihr einen Gefallen, wenn man sie nicht wählt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.01.2011, 14:02 Uhr

31

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

31 Kommentare

Mario Risch

17.01.2011, 15:50 Uhr
Melden

@Sami Grossmann: Sie irren, Herr Grossmann, Frau Mauch ist nicht in der SVP. Antworten


Dieter Schmid

17.01.2011, 14:56 Uhr
Melden

Zu Unrecht ärgerte man sich seinerzeit über George Bush: Der Ärger hätte den amerikanischen Stimmberechtigten gelten sollen. Zu Unrecht wundert man sich über Corinne Mauch: Der Ärger sollte den Stadtzürcher Stimmberechtigten gelten. Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.