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Mehr Kirchenaustritte denn je

Von Georg Gindely. Aktualisiert am 15.02.2010 37 Kommentare

52 Prozent mehr Austritte als im Vorjahr: Immer mehr Schäfchen kehren der katholischen Kirche den Rücken. Wegen der deutschen Zuwanderung nimmt ihre Zahl aber dennoch zu.

Leere Bänke: katholische Kirche in Egg.

Leere Bänke: katholische Kirche in Egg.
Bild: Archiv TA

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3864 Menschen, so viele wie noch nie zuvor, sind im letzten Jahr aus der katholischen Kirche des Kantons Zürich ausgetreten. Dies meldet die Zeitung «Sonntag». Die Austritte sind gegenüber dem Vorjahr um 1322 oder 52 Prozent gestiegen.

«Das ist gravierend», sagt Sprecher Aschi Rutz. Er nennt mehrere mögliche Gründe für den Mitgliederschwund. So hätten viele Katholiken Mühe damit gehabt, dass der Papst im letzten Januar vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft rehabilitiert und sich insbesondere nicht deutlich genug von Bischof Richard Williamson und seiner Holocaust-Leugnung distanziert habe. Auch die Wirtschaftskrise dürfte mehrere Mitglieder zum Austritt bewogen haben. Zudem hätten Mitglieder die fehlende Dialogbereitschaft des Churer Bischofs bei der Ernennung des neuen Weihbischofs kritisiert.

Auch Reformierte kehren Kirche den Rücken

Wie viele Katholiken der Kanton Zürich neu aufweist, hat das Statistische Amt noch nicht bekannt gegeben. Trotz der Austritte habe die Zahl der Katholiken in Zürich in den letzten Jahren zugenommen, so Rutz. Dies liege insbesondere an der Zuwanderung, vor allem aus Deutschland.

Auch die Reformierte Landeskirche im Kanton Zürich verzeichnet eine Zunahme an Austritten. Sie hat 2009 laut ihrem Sprecher Nicolas Mori rund 300 Austritte mehr verzeichnet als im Vorjahr. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.02.2010, 09:28 Uhr

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37 Kommentare

Edith Habermann

15.02.2010, 15:29 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Alex Hug: Gut gebrüllt Löwe! Bei mir war das schon vor 17 Jahren der Grund für meinen Austritt. Gemessen an meinem Handeln (nicht am Glauben), bin ich (als Atheistin) die bessere Christin, als die meisten Politiker mit einem C im Parteinamen. Wenn schon das Poststellennetz reduziert wird, sollte man das auch mit den Kirchen tun. Eine Kirche pro Kanton genügte und wäre wenigstens gut besucht ;-) Antworten


Rene Müller

15.02.2010, 12:19 Uhr
Melden

Sie Herr Hug Alex, es ist sehr gut, dass Sie es wagen, diesen Aspekt anzusprechen. Die Kirchen sind oft linkstendenziös und mischen sich immer in die Politik ein, obwohl sie das gar nichts angeht. Antworten



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