Mister Zürich: «Die Namen Jositsch und Stocker höre ich zum ersten Mal»
Interview: Maria Rodriguez. Aktualisiert am 24.11.2009 24 Kommentare
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Der neue Mister Zürich
Mike Leuenberger stammt aus Wald im Zürcher Oberland. Der 27-Jährige ist kaufmännischer Angestellter und arbeitet zurzeit als Bademeister für die Gemeinde Wald.
Der überzeugte Vegetarier spricht neben Deutsch auch Französisch, Spanisch, Italienisch und Englisch. Er ist 1 Meter 82 gross, wiegt 72 Kilogramm und möchte Modell werden.
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Mike Leuenberger, in 20 Tagen steht im Kanton Zürich eine wichtige Wahl an. Welche?
Da überfragen Sie mich.
Es geht um den Einzug in den Zürcher Regierungsrat. Wie heissen die beiden Kandidaten und welcher Partei gehören Sie an?
Das kann ich Ihnen spontan nicht sagen, ich habe nichts darüber gelesen in den Medien.
Sagen Ihnen die Namen Ernst Stocker und Daniel Jositsch etwas?
Nein, die höre ich zum ersten Mal. Kann sein, dass ich Mal von ihnen gelesen habe.
Sind Sie ein politischer Mensch, gehen Sie wählen?
Ich interessiere mich schon für Politik. Mein Hauptinteresse liegt zurzeit nicht bei der Politik. Wählen gehe ich aber.
Wie denken Sie über ein Minarett-Verbot?
Das habe ich mitbekommen. Es ist ein heikles Thema, ich möchte mich lieber nicht dazu äussern. Grundsätzlich bin ich für Religionsfreiheit.
Welches ist der höchste Berg im Kanton Zürich?
Das ist das Schnebelhorn. (lacht). Es gibt auch Sachen, die ich weiss. In Geographie bin ich stärker als in der Politik. Mit meinem Velo bin ich oft auf Erkundungstour, in Zürich und in der ganzen Schweiz.
Sie gehörten bei der Lehrabchlussprüfung der Kaufmännischen Berufsschule Uster zu den drei Besten, wollen aber Model werden. Verschwenden Sie da nicht ihr Talent?
Weiterbildung ist mir sehr wichtig, ich möchte unbedingt besser Italienisch sprechen zum Beispiel. Momentan setze ich aber auf die Karte Modell und möchte so schnell wie möglich in Mailand Fuss fassen.
Was würden Sie an Zürich ändern, wenn Sie freie Hand hätten?
Ich habe kein Auto und fahre drum häufig ÖV. Das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln finde ich sehr attraktiv, aber zu teuer. Wenn ich könnte, würde ich die Preise senken.
«Wachsen bedeutet seine Wurzeln zu erkennen und sich der Welt zu öffnen», diesen philosophischen Slogan haben Sie für die Mister-Zürich-Homepage gewählt. Sind Sie ein Denker?
Ich habe mich mit Philosophien aus dem Osten befasst und viel darüber gelesen. Meine Wurzeln sehe ich im Zürcher Oberland in Wald. Ich finde es aber wichtig, dass man auch offen bleibt, und die Wurzeln verlassen kann um neues kennenzulernen. Diese Öffnung muss aber nicht örtlich sein, sie kann auch im Inneren passieren.
Sie sind Vegetarier. Warum?
Ich bin sehr tierlieb und überzeugter Vegetarier. Ich finde Fleischkonsum abstossend und habe Fleisch zudem nicht gern. Das hat mit meiner Wertschätzung für die Natur zu tun. Wenn andere Fleisch essen, stört es mich aber nicht.
Ihre Konkurrenz bei der Wahl vom Samstagabend war nicht besonders gross. Fünf Mitstreiter, drei davon waren Aargauer. Warum haben Sie überzeugt?
Jeder hat alles gegeben, alle wollten den Titel. Dass ich gewonnen habe, hat vielleicht mit meiner Ausstrahlung und meiner Spontaneität zu tun. Dass ich tatsächlich Zürcher bin, hat sicher auch geholfen.
Die Wahl zum Mister Zürich ist ja nicht sonderlich populär. Was haben Sie gewonnen?
Ich habe Autoreifen gewonnen und noch viel wichtiger: Ein Ticket an die Mister Schweiz Wahlen. Das ist mein Ziel, ich will Mister Schweiz werden.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.11.2009, 10:01 Uhr
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24 Kommentare
Peinlich, peinlich. Ich bin der Meining, dass Kandidaten einer "Mister Zürich"-Wahl zuerst eine Prüfung mit Allgemeinwissens-Fragen in kantonaler Politik, Wirtschaft und Sport bestehen sollten, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Das kann ja nicht sein, dass der Mister Zürich nicht weiss, wer Jositisch und Stocker ist... Antworten


































