Zürich
Mit der S 8 nach Paris
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 01.02.2012 10 Kommentare
Mit dem ZVV ins Wallis: Gestörte Anzeige im Hauptbahnhof.
Leser-Reporter: Reto Maduz
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Derzeit frieren auf den Bahnsteigen nicht nur die Passagiere. Auch Mechaniker der Bundesbahnen sind in der Kälte unterwegs, um ein ungewohntes Problem zu lösen: Sie müssen dafür sorgen, dass die Anzeigetafeln wieder das anzeigen, was sie sollten. Derzeit häufen sich Meldungen über «neue» Verbindungen, die Passagiere verwirren.
So fuhr die S 3 gestern Vormittag via Hardbrücke direkt nach Brig, wie Leserreporter Reto Maduz schreibt. Und am Tag zuvor gelangte man um 18.31 Uhr mit der S 8 ab Thalwil via Oberrieden direkt nach Paris, wie ein zweites Leserreporter-Bild zeigt.
Wie die SBB auf Anfrage mitteilen, ist möglicherweise die Kälte der Grund für die Störungen. Die Anzeigetafeln werden nach wie vor mechanisch bedient. Die Abfahrts- und Zielorte werden über eine sogenannte Faltblatt-Anzeige gewechselt. «Dabei kann die Feinmechanik durch tiefe Temperaturen gestört werden», sagt Daniele Pallecchi, Mediensprecher der SBB.
Uhren und Weichen leiden
Dadurch kommt es vor, dass die Anzeige bei Paris hängenbleibt, statt bis zu Pfäffikon weiterzublättern – oder bei Brig statt Baden. «Um das Problem zu beheben, haben wir unsere Mechaniker losgeschickt», sagt Pallecchi. Wie viele Anzeigen durch die Kälte gestört sind, ist den SBB nicht bekannt.
Auch andere feinmechanische Werke wie Uhren können von den eisigen Temperaturen gestört werden, wie Radio 24 heute meldet. Für die SBB haben aber die Weichen die höchste Priorität. Durch die tiefen Temperaturen drohen sie einzufrieren. So ist heute etwa eine Weiche im Bahnhof Bern bereits eingefroren und war eine Stunde lang blockiert.
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Erstellt: 01.02.2012, 12:20 Uhr
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