Mörder von Taxifahrer kann nicht bestraft werden

Ein Gutachten zum so genannten Taxi-Mord vom September 2007 in Wetzikon zeigt, dass der Täter krank, aber therapierbar ist.

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Zum Tatzeitpunkt war der Mann aber psychisch schwer gestört und drogenabhängig - und wird deshalb als schuldunfähig bezeichnet. Das schreibt die «NZZ am Sonntag» in Bezug auf ein Gutachten des forensisch-psychiatrischen Dienstes der Universität Bern, das die Zürcher Justiz angefordert hatte. Der 54-Jährige habe zum Tatzeitpunkt unter «mehreren psychischen Störungen erheblicher Schwere» gelitten. Deshalb sei davon auszugehen, dass er schuldunfähig ist.

Er war zu dieser Zeit auch von mehreren Drogen abhängig und hätte organisch bedingte psychische Störungen entwickelt. Er sei aber grundsätzlich therapierbar, heisst es in dem Gutachten. Dies könne eine Rückfallgefahr mindern, die ohne Therapie «hoch» sei.

Einweisung in Klinik

Die Zürcher Staatsanwaltschaft wollte gegenüber der «NZZas» keine Stellung beziehen. Die Zeitung geht davon aus, dass die Justiz den Empfehlungen der Gutachter folgen wird. Deshalb wird der Täter wohl aus der Untersuchungshaft in eine stationäre therapeutische Einrichtung überführt werden. Einen entsprechenden Antrag hat der Rechtsvertreter des 54-Jährigen bereits gestellt.

Die Untersuchung des so genannten Taxifahrermords von Wetzikon hatte für erheblichen Wirbel gesorgt. Die Zürcher Staatsanwaltschaft wollte sechs Personen - darunter einen Ober- und einen Bezirksrichter sowie einen Psychiater - wegen fahrlässiger Tötung belangen. Der Täter war zur Tatzeit trotz Haftbefehls auf freiem Fuss. Sie scheiterte aber mit dem Unterfan (vin/sda)

Erstellt: 10.08.2008, 14:18 Uhr

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