Zürich
Mutmasslicher Vergewaltiger ist wieder frei
Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 09.03.2012 33 Kommentare
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Der 19-jährige Mann, dem vorgeworfen wird, vor der Badener Eventhalle Nordportal eine 28-jährige Frau vergewaltigt zu haben, war bereits nach 48 Stunden wieder auf freiem Fuss. Laut der Zeitung «Sonntag» wurde der Mann am Freitag, 23. Dezember, entlassen. Es habe keine Verdunkelungsgefahr bestanden. Auch Flucht- oder Wiederholungsgefahr habe die Staatsanwaltschaft verneint. Die kurze Haftzeit für einen mutmasslichen Vergewaltiger überrascht Fachleute. Schon vorher war in den Medien die Frage gestellt worden, was in dieser Nacht wirklich passierte.
Fakt ist: Die 28-jährige Frau sagte der Aargauer Kantonspolizei, dass sie am 18. Dezember vom mutmasslichen Täter zuerst im Lokal angemacht worden sei. Und dass sie ihn abgewiesen habe. Nach Türschluss um 4 Uhr habe sie der Mann draussen in einem Seiteneingang des Lokals zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Bei der Verhaftung des Täters am 21. Dezember gab der Mann zu, dass es zwischen ihm und der Frau zu sexuellem Kontakt gekommen sei. Die Polizei konnte den angehenden Kleinkinderzieher aus der Region mithilfe eines Phantombildes an seinem Arbeitsplatz verhaften. Über seine Version des Tatablaufes sind keine Details bekannt.
Nicht um Hilfe geschrien
Laut Polizeicommuniqué hatte der Mann von der Frau vor dem Nordportal verlangt, dass sie mit ihm ums Gebäude gehen solle, wo seine Kollegen warten würden. Sie lehnte dies ab. Darauf zog sie der Mann heftig am Arm und führte sie einige Meter um die Ecke.
Obwohl zum Zeitpunkt der angeblichen Vergewaltigung andere Besucher das Lokal verliessen, schrie die Frau nicht um Hilfe oder machte sich anderweitig bemerkbar.
Welche Rolle der Alkohol an diesem Abend beim mutmasslichen Täter und dem Opfer spielte, ist noch offen. Gemäss Aargauer Kantonspolizei war die Frau betrunken. Laut «Sonntag» wurde der Täter unter der Auflage freigelassen, keine Zeugen oder das Opfer zu kontaktieren. Die 28-Jährige soll im Genitalbereich verletzt worden sein. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.12.2011, 07:15 Uhr
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33 Kommentare
es ist wiedermal eine sauerei. bei den männer ist gleich sie die täterin. schon gelesen? sie hatte mehrfach nein gesagt! er zerrte sie mit gewalt um die ecke! nun machen sie dem opfer einen vorworf, dass es nicht schrie?? wie blöd ist denn das?? schon mal überlegt, ob das opfer überhaupt schreien konnte? echt abstossen! ich wurde als kind entführt - ich habe nicht geschrien, bin ich nun der täter? Antworten
Warum wird bei so einem Thema die Kommentarfunktion eingeschaltet? Da sind zwei Menschen, einer oder eine von beiden lügt. Die Staatsanwaltschaft und evt. die Gerichte werden sich damit befassen. Was gibt es da zu kommentieren? War irgendeiner der Kommentarschreiber dabei und kann zum konkreten Fall was sagen? Nein. Antworten
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