Nach Pol-Pot-Vergleich mit SVP: CVP-Politikerin spendet an Beat Richner

Die Badener Grossrätin Marianne Binder hatte die Politik der SVP mit jener von Pol Pot verglichen und damit den Zorn der Partei auf sich gezogen. Nun spendet sie an ein kambodschanisches Kinderhilfswerk.

«Ich habe sein Regime nicht mit der SVP verglichen»: Marianne Binder.

«Ich habe sein Regime nicht mit der SVP verglichen»: Marianne Binder. Bild: PD

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Grossrätin Marianne Binder (CVP) aus Baden ist von der Zürcher SVP aufgefordert worden, dem kambodschanischen Kinderhilfswerk Kantha Bopha von Beat Richner Geld zu überweisen. Eine Strafanzeige gegen die CVP-Frau werde die Partei indes nicht einreichen, sagte SVP-Präsident Alfred Heer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Binder hatte die Politik der SVP im letzten «SonnTalk» von TeleZüri mit jener des kambodschanischen Diktators Pol Pot verglichen. Nach der Sendung hatten gemäss Angaben der SVP einige Parteimitglieder verlangt, die Aargauerin anzuzeigen, da der Vergleich mit einem «kommunistischen Massenmörder» nicht tolerierbar sei.

«Ich komme dem gerne nach»

Marianne Binder findet den Vorschlag einer Spende gut: «Ich komme dem gerne nach.» Über die Höhe des Betrags an Beat Richner entscheide sie privat. Vielleicht, sagt sie, entwickle sich nun «eine neue Kultur des Spendens, wenn Politikerinnen und Politiker übers Ziel hinausschiessen.»

Sie betonte gestern Mittwoch nochmals, die Aussage zu Pol Pot habe sich einzig auf dessen Tauschhandelwirtschaft bezogen: «Ich habe sein Regime nicht mit der SVP verglichen.» Doch die Aussage sei unnötig gewesen. Sie verstehe, dass sie missverstanden werden konnte. «Das habe ich nicht gewollt.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.05.2013, 07:34 Uhr

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