Zürich
«Nein, ich bin kein Querulant»
Von Jan Derrer. Aktualisiert am 24.11.2011
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Als Urs Hans vor rund zehn Jahren seine Rinder gegen Rauschbrand impfen liess, erkrankten viele seiner Tiere. Er ist überzeugt, dass dies die direkte Folge der Impfung war. Deshalb widersetzte er sich 2008 dem Impfobligatorium und liess seine Kühe und Rinder nicht gegen die Blauzungenkrankheit impfen. Darauf wurde Hans mit 2500 Franken gebüsst. Er weigerte sich jedoch, die Busse zu bezahlen.
Morgen muss Hans vor dem Bezirksgericht Winterthur erscheinen. Dem Grünen-Kantonsrat und Biobauern aus Turbenthal ZH werden inzwischen unzählige Widerhandlungen vorgeworfen. Er soll unter anderem gegen das Tierseuchengesetz, Tierschutzgesetz und Heilmittelgesetz verstossen haben. Am schwersten wiegt der Vorwurf der fahrlässigen Tierquälerei: Hans ist der Vernachlässigung eines kranken Jungtiers angeklagt.
Ein Exempel statuieren
Der Biobauer ist überzeugt: Man wolle an ihm ein Exempel statuieren, weil er Impfschäden publik gemacht habe. «Es kann kein Zufall sein, dass man immer wieder meinen Hof kontrolliert hat.» Urs Hans ist seit Jahren ein engagierter Impfgegner. Er versucht hartnäckig, Wissenschaftler, Veterinäre und Behörden von der Gefährlichkeit der Impfstoffe zu überzeugen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.11.2011, 10:06 Uhr
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