Zürich
Neubauwohnungen sind heiss begehrt
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 24.08.2010
Leerwohnungsbestand im Kanton Zürich
Leerwohnungsbestand im Kanton Zürich
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich
In Zürich wird so viel gebaut wie noch nie – der Leerwohnungsbestand nimmt trotzdem nicht zu.
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Mehr Wohnungen als je zuvor: Im Kanton hat der Wohnungsbestand seit 2007 um 25300 Wohnungen zugenommen. (Bild: Dominique Meienberg)
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Wer im Kanton Zürich eine Wohnung sucht, der findet eine. Diesen Schluss lässt zumindest ein neuer Bericht des Statistischen Amts des Kantons Zürich zu, der heute Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach waren am 1. Juni dieses Jahres 3370 Wohnungen im Kanton Zürich nicht vermietet und 804 Eigentumswohnungen nicht verkauft. Das sind 0,63 Prozent aller Wohnungen. Seit drei Jahren hat sich diese Quote praktisch nicht verändert. Und das, obwohl in der gleichen Zeitspanne 27'000 neue Wohnungen gebaut wurden. Gegen 30 Prozent dieser neuen Wohnungen sind auf Flächen entstanden, auf denen zuvor Wohnungen abgebrochen worden sind, wie das Statistische Amt heute Dienstag mitteilt. Trotzdem ist der Totalbestand an Wohnungen seit 2007 um 25'300 Wohnungen gestiegen.
Insbesondere die Zuzüger haben die Nachfrage nach Wohnraum beträchtlich erhöht. Laut dem Bericht geht dies auf die Personenfreizügigkeit zurück, die 2007 – mitten in einer konjunkturellen Blütephase – in Kraft getreten ist. «Dies führte zu einem sprunghaften Anstieg der Zuwanderung in den Kanton Zürich», wie dem Bericht zu entnehmen ist. Daran änderte auch der Einbruch der Konjunktur Ende 2008 wenig.
«Die freien Wohnungen sind vielfach teuer»
In den neu gebauten Wohnungen leben nun primär Schweizer, nicht etwa die Zuzüger. Diese belegen die frei werdenden Wohnungen der ansässigen Bevölkerung. Diese Entwicklung führte aber auch dazu, dass die Wohnungspreise unter starkem Druck stehen.
Der Bericht zeigt, dass im Kanton Zürich durchaus Wohnungen zu haben sind. «Von einer Wohnungsnot kann man im Kanton Zürich derzeit nicht sprechen», sagt der Autor des Berichts Urs Rey. Allerdings gilt dies auch nur mit Einschränkungen. «Die freien Wohnungen sind vielfach teuer. Deshalb ist es vor allem für jemanden mit geringem Budget schwierig, an zentralen Lagen eine Wohnung zu finden». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.08.2010, 10:56 Uhr
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