Zürich

Neue Autosteuer tritt erst 2014 in Kraft

Interview: Tina Fassbind. Aktualisiert am 19.06.2012 64 Kommentare

Das Stimmvolk hat der neuen Verkehrsabgaberegelung deutlich zugestimmt. Die rechtlichen Abläufe bremsen das Gesetz allerdings aus.

Warten auf die neue Besteuerung: Diese beiden Zürcher Fahrzeuge werden bald nach höchst unterschiedlichen Tarifen besteuert.

Warten auf die neue Besteuerung: Diese beiden Zürcher Fahrzeuge werden bald nach höchst unterschiedlichen Tarifen besteuert.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Herr Giacometti, Sie sind Leiter Finanzen des Zürcher Strassenverkehrsamtes. Was bedeutet die Annahme des neuen Verkehrsabgabengesetzes für Sie und Ihre Mitarbeiter?
Es bedeutet, dass unser Rechtsdienst jetzt die Verordnung zum neuen Gesetz ausarbeitet. Die Verordnung legt fest, wie das neue Gesetz zur Anwendung kommen soll. Dann müssen Programmanpassungen vorgenommen werden.

Ein schwieriges Unterfangen?
Es gilt, beim neuen Gesetz einiges zu berücksichtigen, denn es gibt viele Veränderungen. Bis jetzt wurde bei der Berechnung der Steuer nur der Motorenhubraum berücksichtigt. Nun sind sowohl Hubraum und Gewicht als auch der Emissionscode und letztendlich ökologische Grössen zu berücksichtigen. Daher wird es wohl länger dauern, diese Bestimmungen umzusetzen.

Wie lange?
Das lässt sich nicht genau sagen. Ziel ist es, dass der Rechtssetzungsprozess für die Verordnung bis Ende Jahr abgeschlossen ist. Das heisst, dass auch die Regierung bis dahin der Verordnung zugestimmt hat. Erst dann können wir damit beginnen, das Computersystem entsprechend neu zu programmieren.

Was muss neu programmiert werden?
Die Berechnungsgrundlagen, welche bis anhin schon automatisiert verrechnet wurden, müssen für die neuen Verkehrsabgaben auf die veränderte Basis umgestellt werden. Wir haben rund 900'000 Kunden und können daher unmöglich sämtliche Rechnungen manuell erstellen. Es geht hier schliesslich um rund 290 Millionen Franken, welche in den Strassenfonds fliessen. Da dürfen auf keinen Fall Verschiebungen zwischen dem alten und neuen Ablauf entstehen.

Also wird das Gesetz nicht vor Ende Jahr in Kraft treten?
Nein, das liegt terminlich nicht drin. Der Regierungsrat entscheidet zwar, wann das Gesetz schliesslich in Kraft tritt. Aber aus vorhin genannten Gründen muss dies jeweils auf den 1. Januar eines neuen Kalenderjahres geschehen, und das können wir bis zum 1.1.2013 schlicht nicht bewerkstelligen. Allein der Rechtssetzungsprozess dauert seine Zeit. Und bevor die Verordnung nicht abgesegnet ist, können wir auch nicht mit dem Programmieren unserer Systeme beginnen.

Und wie lange dauert das Umprogrammieren des Systems?
Zwei bis vier Monate. Das wird allerdings von der Viacar AG – einem externen Unternehmen, welches die Geschäftsfallapplikation für sechs Kantone zur Verfügung stellt – programmiert. Wenn alles gut geht, wird das neue Gesetz dann am 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt und zur Anwendung kommen.

Und was gilt bis dahin?
Das alte, bisherige Verkehrsabgabengesetz.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.06.2012, 16:05 Uhr

64

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

64 Kommentare

Hans Kuhl

19.06.2012, 16:38 Uhr
Melden 89 Empfehlung 1

Jaja, alles klar. Was das vom Volk angenommene Gesetz hindert sind "rechtlichen Abläufe", die achdoso vielen (ganze 3!!!!) Faktoren, "das Computersystem" (immer beliebte Aurede "der Computer war's"), "der Rechtssetzungsprozess (sogar ein neues Wort kreiiert!)". Es sind natürlich nicht Lobbyisten (bei welcher Partei hocken die Autoimporteure im Präsidium? Genau, SVP.). Für wie dämlich haltet ihr uns? Antworten


christian koch

19.06.2012, 16:20 Uhr
Melden 76 Empfehlung 0

Passt irgendwie. Scheinbar können die Züricher grosse Auto fahren, aber nicht parkieren wie auf dem Bild ersichtlich ist. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen


Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Benegast

Benegast® die erste ganzheitliche Marke für alle Verdauungsprobleme.

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.