Neue Tierschutzverordnung stürzt Herrchen und Ausbildner ins Dilemma

Die neue Tierschutzverordnung setzt nicht nur für Hundehalter, sondern auch für die Ausbilder die Messlatte höher. Kurz vor Einführung der neuen Verordnung mussten die Verantwortlichen deshalb nochmals über die Bücher.

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Am 1. September ist es soweit. Dann tritt die neue Tierschutzverordnung (TschV) in Kraft und auf die Tierhalter kommt ein ganzer Schwall neuer Regeln zu. So auch für all jene, die sich zum ersten Mal einen Hund kaufen möchten. Sie sind neu dazu verpflichtet, vorgängig einen theoretischen Hundehalterkurs zu besuchen. Per 1. September muss zudem jedes Mal, wenn man sich einen neuen Hund anschafft, ein Praxiskurs absolviert werden. Ausgeschlossen sind von dieser Regel lediglich jene Hundehalter, die bereits vor diesem Datum einen Vierbeiner im heimischen Körbchen hatten.

Gerade rechtzeitig eine neue Lösung

Die Neuregelungen haben nicht nur für alle Herrchen und Frauchen Konsequenzen. Auch die Ausbilder der Hundehalter sind durch die Tierschutzverordnung gefordert. Die Messlatte für die staatliche Anerkennung von Ausbildungsinstitutionen und Ausbildenden wurde höher gelegt. So hoch, dass sie in der kurzen Zeit vor Inkrafttreten der neuen Verordnung nicht von allen erreicht werden konnte.

Nun hat die Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft SKG Gegensteuer gegeben. «Wir sind am Montag nochmals mit dem Bundesamt für Veterinärwesen und einem Vertreter der Kantonstierärzte zusammengesessen und konnten eine neue Einigung erzielen», erklärt SKG-Pressesprecherin Verena Amman auf Anfrage. «Wer bis jetzt ein Diplom einer anerkannten Ausbildungsinstitution hatte, kann auch in Zukunft Kurse für Hundehalter anbieten. Allerdings unter der Bedingung, dass der Ausbilder innerhalb einer bestimmten Zeit noch eine Weiterbildung absolviert.»

In Zürich ist man bereit

In Zürich sei man auf die Einführung der Tierschutzverordnung vorbereitet, so Ammann. «Die SKG hat 50 Ausbilder, die die neuen Kurse anbieten können.» Wie viele Hundehalter ab 1. September tatsächlich einen Kurs besuchen wollen, lasse sich derzeit schwer abschätzen. «Es kann gut sein, dass einige auf den Kauf eines Hundes verzichten, weil ihnen die neuen Gesetze zu streng sind. Viele warten vielleicht ab, wie sich das Ganze entwickelt. Im Moment sollte die Zahl der Ausbilder jedenfalls reichen – ich hoffe es zumindest.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.08.2008, 12:53 Uhr

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