Zürich
Neue Wohnungen und 41 Hotelzimmer im Niederdörfli
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 02.11.2011 9 Kommentare
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Gestern Abend lüfteten zwei der bekanntesten Zürcher Unternehmer endlich den Schleier über die Zukunft der Zürcher Marktgasse, die vom Rathaus an der Limmat direkt ins Niederdorf führt. «Wir investieren in die Substanz des Dörfli und damit in seine Zukunft», sagten der ehemalige Detailhändler und Verleger Beat Curti (Usego, Jean Frey) und der Glücksspielpionier Hans Jecklin (Swiss Casinos). Die beiden sind je zur Hälfte Eigentümer der Liegenschaften Rothus und Schwert an der Marktgasse 17 und 14.
Curti und Jecklin wollen 25 Millionen in den Umbau und 5 Millionen in die Einrichtung investieren. In der unter Denkmalschutz stehenden Liegenschaft Rothus soll ein Boutiquehotel mit 41 Zimmern und einem trendigen Gastronomie-Angebot entstehen. Das neue Hotel soll sich gemäss Eigentümern zu einem «jungen, städtischen Treffpunkt entwickeln». Im Eckgebäude sind auf drei Geschossen Ladenflächen geplant.
Pigalle verschwindet
In der Liegenschaft Schwert sind im Parterre eine Verkaufsfläche und im ersten Geschoss Büroräume vorgesehen. In den oberen Stockwerken werden zwölf Stadtwohnungen (Zwei- und Dreizimmer) «im mittleren Preissegment» gebaut, zum Teil mit Sicht auf den neuen Hofgarten.
Die beiden Liegenschaften haben eine bewegte Vergangenheit. Das «Roth Haus» wurde 1423 erstmals erwähnt. Seit 1489 wird es als Herberge betrieben und dürfte somit das älteste noch bestehende Gasthaus Zürichs sein. 1986 erwarb Jecklin die Liegenschaft und betrieb dort mit Roger Pfändler das legendäre Variété Polygon. Aktuell befinden sich das Restaurant Barrique und das Zic-Zac-Rock-Hotel im Rothus. Das Schwert wurde erst 1951 erstellt, heute sind dort die Pigalle-Bar, der Schwulenclub T & M und das Zweisternhotel Goldenes Schwert einquartiert.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.11.2011, 07:30 Uhr
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9 Kommentare
Unter der Woche waren nach Mitternacht das Zic-Zac, aaah und T+M die wenigen Clubs die noch ein paar Nachtschwärmer ins vordere Oberdorf gezogen haben, auch wenn man nicht schwul ist. Selbst heute hört man wenn man morgens um 2 Uhr am Rathaus steht nurmehr den Brunnen plätschern wie in einem Bergdorf. Was also genau ist die Substanz des Dörfli. Noch mehr öde verträgt es kaum. Antworten
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