Nicht einmal die Behörden wissen, wieviele Schüler die Schweinegrippe haben

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 10.11.2009

Im Kanton Zürich grassiert die Schweinegrippe. Wo und wie heftig die Krankheit in Schulhäusern ausgebrochen ist, weiss selbst die zuständige Behörde nicht.

«Wichtiger als genaue Zahlen ist das individuell richtige Verhalten», sagt Felix Dinkelmann, Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich.

«Wichtiger als genaue Zahlen ist das individuell richtige Verhalten», sagt Felix Dinkelmann, Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich. (Bild: TA)

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Täglich häufen sich die Meldungen über die Schweinegrippe im Kanton Zürich. Ganze Schulhäuser werden geschlossen und die Vorbereitung der Impfungen laufen auf Hochtouren. Doch wieviele Personen von der Grippe effektiv betroffen sind, ist dem Kanton nicht bekannt.

Auch die bestätigten Grippeherde teilt der schulärztliche Dienst des Kantons Zürich nicht mit. «Der Erreger tritt flächendeckend im ganzen Kanton auf, deshalb macht es medizinisch keinen Sinn, einzelne Orte zu nennen», sagt der Felix Dinkelmann, Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich.

Keine stichhaltigen Zahlen

Hinzu kommt eine miserable Datenlage. «Es besteht keine Meldepflicht an den Kanton. Deshalb können wir nicht sagen, ob uns alle Fälle bekannt sind», sagt Dinkelmann. Zudem wird nicht bei allen Verdachtsfällen auf Schweinegrippe getestet. «Wenn ein Test angebracht ist, wird er durchgeführt. Flächendeckende Test sind jedoch nicht sinnvoll», so Dinkelmann.

Deshalb ist nicht bekannt, wie viele Schüler tatsächlich von der Schweinegrippe betroffen sind. Wichtiger als genaue Zahlen ist laut Dinkelmann das richtige Verhalten der Einzelnen. Die Hygienemassnahmen sind einzuhalten und Personen aus Risikogruppen sollen sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen, sagt Dinkelmann.

«Ansteckungsgefahr besteht überall»

Da die Schweinegrippe im ganzen Kanton auftritt, lässt sich gemäss Dinkelmann kein besonders gefährdetes Gebiet ausmachen. «Weshalb der Erreger aufblüht oder weiterverbreitet wird, ist unklar», so der Arzt. Das ist dasselbe Problem wie bei der normalen saisonalen Grippe. «Derzeit muss man damit rechnen, überall angesteckt zu werden», sagt Dinkelmann. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.11.2009, 14:26 Uhr

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