Noch 44 offene Lehrerstellen

In den vergangenen vier Wochen hat der Kanton Zürich 150 Lehrpersonen angestellt. Doch elf Tage vor Beginn des neuen Schuljares sind noch 44 Stellen für Lehrpersonen unbesetzt.

Kurz vor Schulbeginn fehlen im Kanton noch 44 Lehrpersonen – hier im Schulhaus Mettmenried in Bülach waren es kürzlich noch vier.

Kurz vor Schulbeginn fehlen im Kanton noch 44 Lehrpersonen – hier im Schulhaus Mettmenried in Bülach waren es kürzlich noch vier. Bild: Dominique Meienberg

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Auf einer Website für Lehrerberufe noch 44 Stellen im Kanton Zürich ausgeschrieben, acht davon betreffen Klassenlehrerstellen. Diese Vakanzen beunruhigen das Volksschulamt allerdings nicht. Es ist zuversichtlich, dass diese bis am 23. August besetzt sind. Die Lage sei deutlich entspannter, als man vor den Sommerferien angenommen habe, sagte Brigitte Mühlemann, stellvertretende Chefin des Volksschulamtes. Die Zahl der offenen Stellen sinke von Tag zu Tag, zudem würden jeden Tag noch Bewerbungen auf dem Amt eintreffen.

Tatsächlich hat die Zahl der offenen Stellen innerhalb eines Monats stark abgenommen: Am 11. Juli verzeichnete die Website educajob.ch für den Kanton Zürich noch 194 freie Stellen. Innerhalb von vier Wochen wurden somit 150 Lehrpersonen angestellt.

«Marginale Zahl» von Pensionierten - nur wenige Ausländer

Die Stelleninserate, welche einzelne Gemeinden in süddeutschen oder österreichischen Zeitungen geschaltet hatten, haben dazu aber kaum etwas beigetragen. Es seien nur sehr wenige ausländische Lehrkräfte neu angestellt worden, sagte Mühlemann weiter.

Ähnlich verhält es sich mit den pensionierten Lehrkräften, die ihren geplanten Ruhestand entweder noch etwas hinausschieben oder aus der Pension ins Schulzimmer zurückkehren. «Es ist eine marginale Zahl», sagte Mühlemann. Genaue Zahlen kann sie jedoch erst in einigen Wochen liefern, wenn die Bildungsdirektion die Neuanstellungen ausgewertet hat.

43 Studierende unterrichten Primarschüler

Zur Entschärfung beigetragen hat aber mit Sicherheit, dass im Kanton Zürich zum ersten Mal Studierende der Pädagogischen Hochschule (PHZH) Primarklassen übernehmen dürfen. Es hätten sich mehr Interessierte gemeldet, als man erwartet habe, sagt Mühlemann.

Angestellt wurden schliesslich 43 Studentinnen und Studenten des letzten Ausbildungsjahres. Sie teilen sich insgesamt 25 Primarlehrerstellen. Die meisten würden Teamteaching betreiben, also die Klasse zu zweit betreuen. In der Zeit, in der sie nicht vor der Klasse stehen, besuchen sie weiterhin den Unterricht an der PHZH. (fsc/sda)

(Erstellt: 12.08.2010, 12:44 Uhr)

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