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«Nochmals 10 Prime Tower, nur mit Wohnungen»

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 24.02.2011 150 Kommentare

Die Wohnungsnot in Zürich hat unter den Lesern von Tagesanzeiger.ch eine hitzige Debatte um die richtige Strategie im Siedlungsbau entfacht. Viele geben jedoch der Personenfreizügigkeit die Schuld.

Streben in die Höhe, lösen aber das Platzproblem in Zürich nicht, da die Ausnutzungsziffer tief ist: Prime und Mobimo Tower.

Streben in die Höhe, lösen aber das Platzproblem in Zürich nicht, da die Ausnutzungsziffer tief ist: Prime und Mobimo Tower.
Bild: Keystone

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Die Vorstellung, dass es in der Stadt Zürich noch für 150'000 zusätzliche Personen Platz hat, gefällt vielen Lesern von Tagesanzeiger.ch gar nicht. Sie befürchten nicht nur markant steigende Mieten und weniger Lebensqualität, sondern auch grosse Probleme in der Infrastruktur. «Wenn es mehr Leute in der Stadt hat, braucht es mehr Schulhäuser, breitere Strassen, mehr Läden, Trams und Busse. Davon spricht niemand», schreibt Edith Habermann.

Nicht nur Probleme bei der Infrastruktur, auch die geltende Bau- und Zonenordnung wird scharf kritisiert: «Wieso schaffen es die Zürcher Behörden nicht, endlich in die Höhe zu bauen?», fragt Tobias Bührer. Er findet die neuen und geplanten Hochhäuser ungenügend. «Der Prime Tower ist einfach nur lächerlich.» Bührer fordert, «nochmals 10 solche Komplexe und doppelt so hoch» zu bauen – als reine Wohntürme, in denen 50'000 Neuzuzüger Platz haben sollen.

«Enttäuscht von der SVP»

Die Mehrheit der Leser schiebt den Schwarzen Peter der Wohnungsnot in Zürich den Politikern in die Schuhe. «Das Hauptproblem liegt bei der unsäglichen Zuwanderung und der Personenfreizügigkeit», schreibt Mike Vonarburg. «Ich bin vor allem enttäuscht von der SVP, die sich noch nie klar gegen die Personenfreizügigkeit ausgesprochen hat», schreibt Ursina Caduff.

Viele sehen in der Personenfreizügigkeit den Grund für schwindenden Wohlstand. «Über 300'000 Einwanderer haben davon profitiert», schreibt Manuel Inderbitzin. Dagegen wendet Marc Bühl ein, dass Zürich so beliebt ist, weil «in den Städten wohnen attraktiv ist. Das bleibt auch so, wenn es keine Personenfreizügigkeit gäbe.»

Mehrere Leser ziehen den Vergleich mit dem Ausland: Ich erinnere gerne daran, dass in Singapur fünf Millionen Einwohner auf der Hälfte der Fläche des Kantons Zürich wohnen, sagt Hans Huber. Und Peter Ballmer weist auf Kopenhagen hin: Dort habe es auf weniger Fläche als in Zürich deutlich mehr Einwohner. «Ich hatte dort nicht das Gefühl, es sei mehr Gedränge.» Ob man es wolle oder nicht: «Die Zeit vom Dörfligeist ist in Urbanregionen langsam vorbei.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.02.2011, 13:59 Uhr

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150 Kommentare

Stefan Studer

23.02.2011, 10:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Sven Fischer: Wieso soll der "Schweizer Normalbürger" Schuld sein, dass mehr Wohnfläche pro Kopf genutzt wird? Egal ob Schweizer oder Deutscher, alle wollen soviel Wohnfläche, wie sie sich leisten können. Und gerade die EU-Einwanderer können sich viel Wohnfläche leisten, sicher mehr als ihr "Schweizer Normalbürger". Nur weniger Einwanderung verhindert eine Megacity von Bodensee bis Genfersee. Antworten


Roland Moser

23.02.2011, 07:31 Uhr
Melden 1 Empfehlung

In der Schweiz hat es 8 Mio Menschen. Das sind 2 Mio zu viel für eine ökologisch intakte Schweiz. Antworten



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