Zürich
Nur die Zeitungen kamen rechtzeitig ans Ziel
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 22.11.2011 42 Kommentare
Artikel zum Thema
- Zugausfälle und Verspätungen nach Kollision am Stadelhofen
- Warum Pendler am Stadelhofen ständig warten müssen
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Ein einziger Lieferwagen führte heute zu einem wahren Verkehrschaos auf dem Zürcher Schienennetz. Das Fahrzeug war so unglücklich auf einem Perron des Bahnhofs Stadelhofen platziert, dass es von einem herannahenden Zug erfasst und rund 60 Meter mitgeschleift wurde.
Wie es zu diesem Unfall kam, ist weiterhin unklar. Laut Angaben der Stadtpolizei Zürich geht man noch immer davon aus, dass der Chauffeur entweder zu nahe am Geleise parkierte oder dass er vergass, die Handbremse anzuziehen und der Wagen auf die Schienen rollte.
Klar ist hingegen, in wessen Auftrag der Chauffeur unterwegs war: Der Wagen gehört einer Transportfirma, die regelmässig im Auftrag der Valora AG Morgenlieferungen mit mehreren Zeitungspaketen an die Kioske verteilt. «Es war aber keines unserer Fahrzeuge», betont Ursula Wulfsen-Dütschler, Mediensprecherin der Valora Management AG.
«Die Kostenfrage wird abgeklärt»
Der Fahrer sei nach dem Unfall noch vor Ort durch seinen Vorgesetzten betreut worden, so Wulfsen-Dütschler weiter. «Es ging ihm gut. Er konnte sogar gemeinsam mit seinem Vorgesetzten die Ware auf andere Fahrzeuge umladen und doch noch ausliefern.»
Wer für die durch den Unfall entstandenen Schäden aufkommen muss, ist noch unklar. Die Kostenfrage werde derzeit laut Wulfsen-Dütschler abgeklärt. «Im Moment sind wir alle froh, dass niemand zu Schaden kam und dass es dem Chauffeur gut geht.»
Auch bei den SBB könne man den Schaden noch nicht beziffern, sagt Mediensprecherin Lea Meyer gegenüber Tagesanzeiger.ch, «der Unfall hatte aber massive Auswirkungen auf den Pendlerverkehr.» Acht S-Bahnlinien waren betroffen. Die Züge mussten umgeleitet oder früher gewendet werden. Neben den Verspätungen im Regionalverkehr kam es auch im Fernverkehr zwischen Winterthur und Zürich zu Verzögerungen.
Flaschenhals Stadelhofen
Der Bahnhof Stadelhofen sei für die SBB sehr wichtig, so Meyer weiter. «Er ist eine neuralgische Stelle im Schienennetz und auch eine Art Flaschenhals. Wenn dort etwas passiert, hat das jeweils grosse Auswirkungen auf die ganze Region. Von dem heutigen Unfall waren daher sehr viele Reisende betroffen.» Eine genaue Personenzahl könne sie allerdings nicht nennen. «Aber angesichts der Tatsache, dass der Bahnhof Stadelhofen punkto Personenfrequenzen der Drittgrösste der Schweiz ist, lässt sich das Ausmass erahnen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.11.2011, 15:34 Uhr
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42 Kommentare
Unglaublich: 3 (drei!) Stunden dauerte es, bis der Lieferwagen endlich mit einer Seilwinde weggeräumt war. Bei Autokollisionen mit reinem Sachschaden reicht ein Unfallprotokoll. Hier standen die ganze Zeit zwei Dutzend kräftige Uniformierte herum. Die SBB scheinen sich bei Unfällen in Masochismus zu suhlen, statt den Betrieb rasch wieder aufzunehmen. 10'000e kamen dadurch zu spät zu Sitzungen. Antworten
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