Paula O. hat die Schweiz verlassen

Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 18.05.2010

Die 28-jährige Brasilianerin, welche eine Neonazi-Attacke vortäuschte und verurteilt wurde, ist in ihr Heimatland zurückgeflogen.

Paula O.: Auch die Schwangerschaft täuschte die Brasilianerin vor.

Paula O.: Auch die Schwangerschaft täuschte die Brasilianerin vor.

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Paula O. hält sich nicht mehr in der Schweiz auf. Wie Bettina Dangel, Informationsbeauftragte des Migrationsamts des Kantons Zürich, auf Anfrage bestätigt, hat die verurteilte Brasilianerin die Schweiz verlassen: «Wir haben vom Personenmeldeamt eine Wegzugsmeldung per Anfang März erhalten.» Auch der Mietvertrag wurde gekündigt.

Wie die brasilianische Tageszeitung «O Globo» schrieb, reiste Paula O. nach Pernambuco, einem Bundesstaat im Nordosten Brasiliens. Dort habe sie sich bei Verwandten ausgeruht. Ob sie sich weiterhin in Pernambuco aufhält und ob sie wieder als Juristin arbeitet, ist nicht bekannt.

Neonazi-Attacke war erfunden

Die brasilianische Juristin hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als sie behauptete, Neonazis hätten sie am Bahnhof Stettbach überfallen und ihr Schnittverletzungen zugefügt. Dabei hätte sie ihr Baby verloren. Der Überfall wie auch die Schwangerschaft waren frei erfunden, wie sich später herausstellte. Die Ritzverletzungen hatte sich die 28-Jährige selbst zugefügt. Im vergangenen Dezember wurde Paula O. wegen Irreführung der Rechtspflege zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 120 Franken verurteilt.

Nach der Verurteilung kündigte Paula O. an, sie wolle in der Schweiz bleiben und reichte ein Verlängerungsgesuch für ihre Aufenthaltsbewilligung ein. Das kantonale Migrationsamt lehnte ihr Gesuch ab und gab der Brasilianerin bis Ende März Zeit, um das Land zu verlassen. Was sie nun auch getan hat. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.05.2010, 15:00 Uhr

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