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Pfadi-Helfer nach tödlichem Feuerwerksunfall verurteilt

Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 02.07.2010

Ein junger Mann ist wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte 2008 in Adlikon einen Feuerwerkskörper mitabgelassen, der seinen Kollegen das Leben kostete.

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Der Unfall hatte Ende 2008 grosse Betroffenheit ausgelöst: Zwei Pfadi-Helfer, 16 und 18 Jahre alt, hatten in Adlikon einen mit Schwarzpulver selbstgebastelten Feuerwerkskörper abgelassen. Der Böller explodierte beim Anzünden. Dabei erlitt der 16-Jährige schwere Halsverletzungen und verstarb noch auf der Unfallstelle. Sein 18-jähriger Kollege wurde schwer verletzt. Ursache der verfrühten Explosion war Schwarzpulver, das zu Boden gerieselt respektive am Mörser hängengeblieben war.

Wie die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland heute Freitag mitteilt, ist der Fall inzwischen abgeschlossen. Der angeschuldigte junge Mann wurde wegen fahrlässiger Tötung und Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 40 Franken verurteilt.

«Mangelnde Sorgfalt»

Ausserdem muss der Verurteilte eine Busse von 1200 Franken bezahlen. Laut der Mitteilung der Staatsanwaltschaft hat er bei der Herstellung, Vorbereitung und Zündung des selbstgebastelten Böllers «massgeblich mitgewirkt und die zum Tode führende Explosion durch mangelnde Sorgfalt im Umgang mit dem Schwarzpulver mitverursacht». Dabei hat er missachtet, dass es verboten ist, Sprengmittel oder pyrotechnische Gegenstände zu blossem Vergnügungszwecken zu verwenden.

Bei der Strafzumessung sei eingeflossen, dass der damals 18-Jährige beim Unfall selbst massive Verletzungen erlitten hatte und durch den Tod seines Kollegen schwer betroffen war. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.07.2010, 11:13 Uhr

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