Zürich

Pistenverlängerung: Flughafen schreitet zur Tat

Aktualisiert am 30.11.2012

Der Flughafen Zürich ist der Ansicht, dass der Staatsvertrag mit Deutschland einen Pistenausbau erfordert. Er hat nun die Planungsarbeiten ausgeschrieben.

Soll im Westen von 2500 Meter auf 2950 Meter verlängert werden: Die Piste 28.

Soll im Westen von 2500 Meter auf 2950 Meter verlängert werden: Die Piste 28.
Bild: Keystone

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Die Flughafen Zürich AG hat die Planungsarbeiten für die Pistenausbauten ausgeschrieben. Laut eigenen Angaben sucht sie Ingenieurbüros, welche die Grundlagen für ein späteres Baugesuch erarbeiten. Die Planungsarbeiten dienten als technische Grundlagen für die Vorbereitung der politischen und wirtschaftlichen Entscheide, teilte die Flughafenbetreiberin mit. Das Baugesuch für die Pistenverlängerungen könne jedoch gemäss Flughafengesetz nur mit der Zustimmung des Kantons Zürich beim Bund eingereicht werden.

Ziel des Flughafens ist es, im Frühling 2013 einem ausgewählten Planungsbüro den Auftrag für die Planungsarbeiten zu erteilen. Diese sollen bis spätestens Ende 2014 abgeschlossen sein. Die Umsetzung des Staatsvertrages mit Deutschland im Jahr 2020 verlange von der Flughafenbetreiberin bereits heute eine weitsichtige Planung.

Anzahl Kreuzungen reduzieren

Nach Ansicht der Flughafen Zürich AG kann das Verkehrsaufkommen mit den zusätzlichen Sperrzeiten nur mit den Verlängerungen der Piste 28 nach Westen und der Piste 32 nach Norden effizient abgewickelt werden. Vorgesehen ist deshalb, die kürzeste Piste 28 von heute 2500 Meter auf 2950 Meter zu verlängern, damit auch Langstreckenflugzeuge bei nasser Piste und ungünstigen Witterungsverhältnissen darauf landen können. Damit alle Flugzeugtypen mit maximaler Beladung aufsetzen können, soll zudem die Piste 32 von 3300 auf 3700 Meter verlängert werden.

Zum geplanten Pistenausbau gehört überdies der Bau eines Rollweges rund um das östliche Ende der Piste 28. Das sei nötig, um die Anzahl Flugzeuge zu verringern, die diese Piste nach der Landung oder vor dem Start kreuzen, heisst es in der Mitteilung. (pia/sda)

Erstellt: 30.11.2012, 11:09 Uhr

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