Zürich
Polizei stoppt Biker im Wald
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 16.07.2010 38 Kommentare
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Die Stadtpolizei kontrolliert in den warmen Monaten nicht nur Velofahrer in der Stadt, sondern auch im Wald. Kürzlich standen oberhalb des Triemlis drei Beamte auf der Forststrasse und büssten alle Biker, die vorbeifuhren, mit 30 Franken. Weiter oben beim Spielplatz Hohenstein stand ein Kastenwagen mit weiteren Beamten und zwei Velopolizisten.
«Viele Velofahrer benutzen nicht die vorgeschriebenen Routen, sondern fahren dort, wo ein Fahrverbot klar ausgeschildert ist», begründet Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage die Polizeipräsenz im Wald.
Dabei werden aber nicht nur Bussen verteilt: «Die Beamten vor Ort kontrollieren die Bikes auch auf technische Mängel und führen präventive Gespräche, um die Situation am Uetliberg zu verbessern», sagt Bisa. Vor allem die rasanten Fahrten bergab gefährden Wanderer. Zudem entstehen Schäden am Wald und Wildtiere werden aufgeschreckt.
«Die Route ist untauglich»
Vom Triemli aus ist nur ein Weg für Velofahrer erlaubt. Er führt von der Barriere zuerst am Waldrand bergauf, danach geht es rechts in den Wald Richtung Birmensdorf. «Diese Route ist untauglich», sagt ein Biker gegenüber Tagesanzeiger.ch, der oft am Uetliberg unterwegs ist. «Zuerst geht es steil bergauf und man pedalt im roten Bereich, danach muss man im Flachen fast bis nach Birmensdorf fahren, wenn man sich an die Verbote hält. Diesen Umweg will kaum jemand auf sich nehmen.»
Die Fahrverbote aufgestellt hatte die Stadt, nachdem die Biker und Wanderer immer öfter aneinander gerieten. Der Quartierverein Triemli wehrte sich gegen die Veloraser und die Uetlibergbahn verhängte ein Transportverbot, da viele Biker mit der Bahn nach oben fuhren. Damit reduzierte sich die Anzahl Abfahrten von Bikern deutlich.
Die Präsenz der Polizei im Wald zeigt gemäss Bisa jedoch Wirkung: «Die Situation hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert, das Konzept zum Wandern und Velofahren unter der Federführung von Grün Stadt Zürich greift.» Die Kontrollen werden bis im Oktober weitergeführt, sagt Bisa.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.07.2010, 12:01 Uhr
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38 Kommentare
Das intollerante verhalten von Fussgängern wie Tanja Huber ist doch genau das Problem an der Sache. Der Uetliberg ist genauso mein Hausberg, und die Velofahrer haben schon so riesen Kompromisse akzeptiert, dass es aber keinen vernünftigen, legalen Weg auf den Berg gibt, ist eine Zumutung. Persönlich bin ich gengen das Runterrasen auf den Wanderwegen, und verstehe da auch wenn es verbote gibt. Antworten
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