Psychiatrie-Patient erdrosselt Bettnachbarn

Ein schizophrener Patient soll seinen Zimmernachbarn erdrosselt haben. Er beging die Tat laut eigenen Angaben ohne jegliche Motive.

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In der Nacht vom Samstag, 13. auf Sonntag, 14. September 2008 erdrosselte ein 36-jähriger Klinikinsasse in der psychiatrischen Klinik Hard in Embrach seinen 74-jährigen Zimmergenossen. Der mutmassliche Täter sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich heute mitteilte.

Tat ohne jegliche Motive

Sowohl gegenüber der Polizei als auch in der nachfolgenden Hafteinvernahme gestand er, ohne jegliche Motive seinen Bettnachbarn mit den Händen so lange gewürgt zu haben, bis dieser zu keiner Reaktion mehr fähig war. Die Hafteinvernahme durch die Staatsanwaltschaft erfolgte am 6. Oktober. Davor wurde er von der Polizei vernommen. Vor der ersten polizeilichen Befragung habe der Gesundheitszustand des mutmasslichen Täters laut Angaben der Staatsanwaltschaft eine Einvernahme nicht erlaubt.

Ein hinreichender Verdacht, dass der Verstorbene Opfer einer kriminellen Tat sein könnte, ergab sich erst im Verlaufe der Untersuchung, welche unmittelbar nach Ableben des Opfers eingeleitet wurde, insbesondere jedoch aufgrund gesicherter, rechtsmedizinischer Erkenntnisse, wonach das Opfer möglicherweise durch Ersticken, eventuell durch gewaltsames Verschliessen der Atemöffnungen, verstorben sein könnte.

Der Mann war bisher nicht gewalttätig

Der mutmassliche Täter leidet an einer katatonen Schizophrenie, einer schubweise eintretenden Schizophrenieerkrankung, welche anlässlich seiner diversen Klinikaufenthalte medikamentös behandelt wurde. Eine Unterbringung in einer Einzelzelle war vor diesem Vorfall offenbar nicht als notwendig erachtet worden. «Es bestanden vorher keine Erkenntnisse darüber, dass der Mann gewalttätig in Erscheinung getreten ist», erklärt der zuständige Staatsanwalt Adrian Kaegi gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Die näheren Umstände dieser Gewalttat sind Gegenstand weiterer Ermittlungen. Auch gilt es zu klären, ob zu ahndende Pflichtverletzungen oder ein Schuldverhalten seitens der Klinik bestanden habe, so Kaegi. «Derzeit bestehen dafür aber keine Anhaltspunkte.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.10.2008, 15:52 Uhr

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