R'n'B-Star Sisqo behauptet: «Ich habe kein Kind in der Schweiz»

Erstmals äussert sich der R'n'B-Star Sisqo zu den Vorwürfen, er habe eine 14-Jährige in Zürich geschwängert: Er streitet alles ab und will von einem Sohn nichts wissen. Doch die Fakten sprechen gegen ihn.

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Persönlich hat Mark Andrews alias Sisqo den Gerichtsentscheid nie zu sehen bekommen: Die Zürcher Behörden hatten seine Adresse in den USA nicht. Nach einem Artikel im «Tages-Anzeiger» hat ihn die Nachricht aber dennoch erreicht: Er hat einen bald 10-jährigen Sohn in Zürich. Das Zürcher Bezirksgericht hat eine entsprechende Vaterschaftsklage gutgeheissen.

Sisqo: «Ich war 1999 nicht in der Schweiz»

Davon will der Musiker aber nichts wissen: Die Gerüchte, er habe ein Kind in der Schweiz, seien falsch, schreibt er auf seiner Webseite. «Ich will, dass meine Fans, speziell in Europa und überall auf der Welt, die Wahrheit kennen. Das ist nicht passiert.» Er sei im Jahr 1999 gar nicht in der Schweiz gewesen. Er habe die meiste Zeit des Jahres mit den Aufnahmen zu seinem Solo-Album «Unleash the Dragon» verbracht.

Dem widerspricht Jasmina K.*, für deren Sohn Sisqo nach dem Gerichtsentscheid eigentlich Unterhalt zahlen müsste: «Ich war im Februar 1999 an dieser Party im El Cubanito und ging danach mit Sisqo ins Hotel.» Auch andere Partybesucher erinnern sich an den Abend im El Cubanito mit Sisqos Band Dru Hill. «Das Konzert der Band im Volkshaus war ins Wasser gefallen, die VIP-Party im damaligen El Cubanito hat aber stattgefunden», sagt ein Partygänger gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Mehrere Mädchen auf dem Hotelzimmer

Auch eine junge Frau war an der Party, die es offenbar in sich hatte: «Ich habe dort Mädchen beobachtet, die alles getan hätten, um mit aufs Hotelzimmer genommen zu werden», sagte die heute 26-Jährige zu «20 Minuten Online». Ihr selbst habe Sisqo vor der Party im Hotel angeboten, bei ihm zu übernachten.

Sie landete schliesslich nicht im Hotelzimmer des Musikers – aber offenbar mehrere andere. In der Lobby von Sisqos Hotel habe sie ein Mädchen beobachtet, das im Anschluss an die Party dort aufgetaucht sei. Die gleiche junge Frau sei am nächsten Morgen wieder da gewesen, habe Sisqo gesucht und gesagt: «Erst ficken – und dann nicht mal tschüss sagen!» Jasmina K. sagt, dieses Mädchen müsse nach ihr bei Sisqo gewesen sein.

Sisqo erinnert sich nicht mehr an diese Eskapaden: Er streitet den One-Night-Stand mit Jasmina K. ab. Er schreibt im Internet, er habe sich möglicherweise an einem Schweizer Konzert mit ihr fotografieren lassen. «Aber der einzige Kontakt, den ich mit ihr hatte wegen ihres Babys war über Nachrichten, die sie auf meinem MySpace-Account hinterliess.»

Mit den Zürcher Behörden hat Sisqo aber durchaus Kontakt gehabt, wie er zugibt. Er sei von ihnen befragt worden, als er zwischen 2000 und 2003 durch die Schweiz getourt sei. «Sie prüften meine Passeinträge und alle meine Termine seit 1999.» Sie seien aber zum Schluss gekommen, dass er nicht im Lande war, als «diese Frau» schwanger wurde.

Enttäuscht von Reaktion

Wahr ist: Das Bezirksgericht Zürich kam in einem ersten Entscheid zum Schluss, es sei terminlich gesehen unwahrscheinlich, dass Sisqo der Vater sei. Nachdem der Rechtsvertreter des Kindes den Fall weitergezogen hatte ans Obergericht, musste das Bezirksgericht aber nochmals über die Bücher. Es liess ein ärztliches Gutachten über das Datum der Befruchtung erstellen und hiess die Vaterschafts- und Unterhaltsklage schliesslich gut. Jasmina K. versteht die Reaktion des Musikers nicht: «Ich kann nicht glauben, dass er alles abstreitet.»

*Name von der Redaktion geändert. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 21.08.2009, 14:19 Uhr)

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