Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Raucher-Razzien sind nicht geplant – vorerst

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 13.01.2010

Ab 1. Mai hat es sich in Zürcher Restaurants und Klubs ausgequalmt. Mit polizeilichen Grosskontrollen ist noch nicht zu rechnen. Teuer wird's trotzdem, wenn man beim Rauchen erwischt wird.

1/6 Mascotte, Alfonso Siegrist, Mitinhaber: «Wir haben zum Glück zwei Etagen. Den Gästen, die rauchen wollen, bieten wir einen Teil der oberen Etage an. Dort wollen wir ein gemütliches Fumoir einrichten. Wenn man schon raucht bei uns, soll man sich dabei wohlfühlen. Bauliche Veränderungen sind dazu sicher nötig. Eine entsprechende Eingabe haben wir bei den Behörden bereits gemacht, die Antwort ist noch ausstehend. Sollten wir bis am 1. Mai nicht fertig sein mit dem Fumoir, gilt das gesetzlich vorgeschriebene Rauchverbot. Wer rauchen will, muss das deshalb ausserhalb des Klubs tun. Da wir nicht viele Anwohner haben, sollte dies kein Problem sein. Finanzielle Einbussen wird es sicher geben, das weiss man aus Deutschland und Italien. Wir hoffen aber, dass sich das irgendwann einpendelt.»
Bild: Walter Bieri/Keystone

   

Artikel zum Thema

Stichworte

Diese Strafen drohen

Laut Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen beträgt die Busse 1000 Franken, wenn gegen das Rauchverbot verstossen wird oder wenn ein Wirt ein Fumoir betreibt, das nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Für leichte Verstösse sieht das kantonale Recht neu eine Ordnungsbusse von 80 Franken vor. Der Betreiber, die Betreiberin oder die für die Hausordnung verantwortliche Person hat für einen gesetzeskonformen rauchfreien Betrieb zu sorgen. Verstösst der Wirt im wiederholten Falle gegen das Gesetz, muss er mit einem Patententzug rechnen.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Die Zigarette danach ist ab Mai in Zürich verboten – zumindest in Innenräumen von Gastwirtschaftsbetrieben. Rauchende müssen sich dann, falls vorhanden, in ein Fumoir zurückziehen oder vor die Türe gehen, um zu qualmen. Doch obwohl die Gesetze klar sind, müssen Raucher nicht damit rechnen, im Ausgang abgeführt zu werden. Grossangelegte Polizeikontrollen in Zürcher Lokalen sind auch ab Mai nicht vorgesehen.

«Wir werden vorerst keine gezielten Kontrollen durchführen, sondern im Rahmen der personellen Möglichkeiten und der Verhältnismässigkeit handeln. Eingehende Anzeigen werden wir aber sicher alle entgegennehmen und so rasch wie möglich behandeln», sagt Marco Cortesi, Medienchef der Zürcher Stadtpolizei, gegenüber Tagesanzeiger.ch. Auch wenn die Stadtpolizei aus einem anderen Grund zu einem Gastrobetrieb ausrücken müssen, werde gehandelt, wenn jemand beim Rauchen erwischt wird.

Eine Zigi im Restaurant kostet 80 Franken

Die Personen, die gegen das Rauchverbot verstossen, müssen mit einer Ordnungsbusse von 80 Franken rechnen. Wer den Betrag nicht sofort bezahlen kann oder will, bekommt einen Einzahlungsschein. «Das läuft also gleich ab wie zum Beispiel bei Parkbussen», so Cortesi. Wird jemand verzeigt, kann er eine gerichtliche Beurteilung der Anzeige verlangen. «Dann können allerdings bei einer Verurteilung Schreib- und Spruchgebühren hinzukommen.»

Auch wenn ein Fumoir nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, muss der Wirt mit einer Verzeigung rechnen. «Die Höhe der Bussen wird dann vom Richter festgelegt. Sie kann je nach Fall mehrere Hundert Franken betragen», erklärt der Polizeisprecher.

Soweit die gegenwärtige Planung zur Umsetzung des Rauchverbots in der Stadt Zürich. Ob dereinst tatsächlich auch grossangelegte Raucher-Razzien vorgenommen werden, ist noch unklar. «Zunächst müssen wir die Entwicklung in der Stadt nach der Einführung des Rauchverbots beobachten. Danach werden wir die Lage neu beurteilen», so Cortesi, «einen genauen Zeitplan gibt es dazu nicht.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.01.2010, 15:58 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.