Rauchtouristen pilgern in den Aargau

Im Zürich darf nicht mehr geraucht werden. Also ab über die Grenze in den Nachbarkanton. Im Gegenzug könnten die Aargauer in Zürich ihre Lungen erholen.

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Seit sich das Zürcher Stimmvolk für rauchfreie Restaurants und Bars im Kanton entschieden hat, ist bei Raucherinnen und Rauchern Kreativität gefordert. Wo können sie noch an der warmen Stube ihre Zigaretten schmauchen? Die Frage ist für alle, die an der Kantonsgrenze wohnen, leicht beantwortet: Im Nachbarkanton.

Die Zahl der Zürcher Gäste steigt bereits

Dort ist man bereits für die Rauchtouristen aus Zürich gewappnet. So geht beispielsweise Christine Minder, Besitzerin des Gasthofs Herrenberg in Bergdietikon, davon aus, dass in ihrem Lokal die Zahl der Gäste aus Zürcher Gemeinden steigen wird. «Die, welche die Gewohnheit haben zu rauchen, gehen auch über die Kantonsgrenze, wenn sie es bei sich nicht mehr dürfen», sagt sie in einem Bericht der «Aargauer Zeitung». Auch Alain Campiche, Food & Beverage Manager im Grand Casino Baden, glaubt, dass künftig mehr Gäste aus dem Kanton Zürich ins Restaurant kommen werden. Und im Restaurant Sternen in Spreitenbach vermeldet Co-Pächterin Monique Mudry bereits steigende Kundenzahlen aus dem Nachbarkanton.

Zürcher Luftkurorte an der Kantonsgrenze?

Bei der Volkswirtschaftsdirektion nimmt man die drohende Raucherflucht aus dem Kanton Zürich gelassen zur Kenntnis. «Wir rechnen nicht mit grossen finanziellen Ausfällen für die hiesige Wirtschaft», meint Gregor Lüthy, Kommunikationsbeauftragter der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion. Mehr Sorgen macht er sich um das Wohl der von Zürcher Rauchtouristen eingequalmten Aargauer. «Wir haben uns überlegt, ob wir die an der Kantonsgrenze liegenden Gemeinden zu Luftkurorten umfunktionieren sollen. So könnten die Aargauer ihre Lungen im Gegenzug bei uns erholen», fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.10.2008, 10:24 Uhr

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