Rekurs gegen die Erweiterung des Kunsthauses abgelehnt

Die beiden Turnhallen beim Zürcher Heimplatz dürfen abgerissen werden. Damit nimmt die Erweiterung des Kunsthauses eine weitere Hürde.

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Die kantonale Baurekurskommission hat den Rekurs gegen die Entlassung der Turnhallen aus dem Inventar abgelehnt. Dies ist eine Grundvoraussetzung für den Erweiterungsbau des Kunsthauses.

Gegen die Entlassung der beiden Turnhallen und Grünanlagen hatten der Zürcher und Stadtzürcher Heimatschutz sowie die Gesellschaft für Gartenkultur im Oktober rekurriert. Die Rekurrenten wollten den geplanten Erweiterungsbau in den Boden versenken, um die alten Turnhallen stehen zu lassen.

Stadt hofft auf Einsicht

Dies aber ohne Erfolg: Die Baurekurskommission lehnte den Rekurs ab, wie es in einer Mitteilung des Hochbaudepartements der Stadt Zürich vom Donnerstag heisst. Die Kommission habe die vom Stadtrat getroffene Güterabwägung gewürdigt, die eine Verdichtung der Bauperimeter und den vernetzenden Ausbau von Grünflächen vorsieht.

Die Stadt hofft, dass der Heimatschutz diesen Entscheid akzeptiert. Dieser will nun zuerst die Antwort analysieren und dann entscheiden, ob er den Rekurs an das Verwaltungsgericht weiterziehen will, wie Marcel Knörr, Präsident des Zürcher Heimatschutzes, auf Anfrage sagte.

Volksinitiative lanciert

Bereits klar ist, dass der Heimatschutz politisch gegen den Erweiterungsbau vorgeht. Er lancierte am Mittwoch die Stadtzürcher Volksinitative «Pfauenpark. Grün für alle», wie es in einer Mitteilung des Stadtzürcher Heimatschutzes heisst. Damit soll das Areal der alten Kantonsschule an der Rämistrasse der Freihaltezone zugeteilt werden.

Die nicht mehr benötigten Baracken sollen entfernt und die Grünanlage soll als Stadtpark der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Auch in der Initiative fordert der Heimatschutz, dass die beiden Turnhallen erhalten bleiben. Sie sollen für kulturelle Veranstaltungen dienen.

Bau bis 2015

Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich werden auch über das Projekt des Erweiterungsbaus abstimmen können, wie die Stadt weiter mitteilte. Im Dezember soll das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs feststehen. Geplant ist der Bezug bis 2015.

Der Bau erweitert die Fläche des heutigen 1910 gebauten Kunsthauses um 60 Prozent und soll die Platzprobleme lösen. Derzeit können weniger als zehn Prozent der Sammlung gezeigt werden. Zudem wird die Sammlung E. G. Bührle an den Heimplatz ziehen.

Die geschätzten Kosten von 150 Millionen Franken werden je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und der Zürcher Kunstgesellschaft übernommen. (tif/sda)

Erstellt: 04.09.2008, 14:15 Uhr

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