Rita Fuhrer soll im Fall Studer vermitteln
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«Rita Fuhrer hat prompt auf meine Anfrage reagiert. Innert zwölf Stunden konnte ich sie über den Fall Studer dokumentieren», freut sich Otto Ineichen. Der FDP-Nationalrat und Unternehmer setzt sich seit Wochen gegen die Verlagerung der Produktionsstätte nach England und den damit verbundenen Verlust von 35 Arbeitsplätzen bei der Firma Studer ein.
«Nun geht etwas», freut sich Ineichen. Der Einsatz der Volkswirtschaftsdirektorin habe geholfen, Gespräche mit allen Parteien aufzugleisen. «Der Besitzer von Studer, der US-Konzern Harman, will nun auch mit der Gewerkschaft Unia verhandeln.» Ineichen verspricht sich viel davon: «Ich bin überzeugt, wir haben die Lösung im Sack.»
«Wir müsse alle Kräfte bündeln»
Roman Burger von der Gewerkschaft Unia findet, dass es höchste Zeit sei, dass sich Fuhrer der Sache annimmt: «Wir haben den Regierungsrat bereits vor einem Monat schriftlich um Hilfe gebeten, bis heute jedoch nichts gehört.» Auch er denkt, dass der Einsatz Fuhrers helfen könnte, ernsthafte Verhandlungen mit Harman zu führen. «Wir müssen alle Kräfte bündeln, um Druck auf Harman auszuüben.» Dafür sei es höchste Zeit: Täglich transportierten Camions Produktionsmaterial nach England ab. Doch so werde der Betrieb kaputt gemacht, sagt Burger: «Wenn man die Verlagerung der Produktion nach England jetzt nicht stoppt, werden weitere Angestellte in Regensdorf ihren Job verlieren.» Auch wenn Harman verspricht, dass die Forschung und Entwicklung in Regensdorf bestehen bleiben, werden doch Angestellte beispielsweise von der Projektierung und Qualitätssicherung ihre Stellen verlieren. Es sei intern bereits klar kommuniziert worden, dass der Abbau weitergehe. Denn was nütze eine Qualitätssicherung, wenn nichts mehr produziert werde?
Museum wurde aufgelöst
Derweil such Hans Schoor, ein Vereinsmitglied des Studer-Museums, nach einem geeigneten Raum, um die historischen Aufnahmegeräte weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Schoor gehört rund ein Drittel der Gerätschaften, die in dem inzwischen geschlossenen Museum in Regensdorf zu sehen waren. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 24.10.2009, 04:00 Uhr
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