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Rita Fuhrers Sohn spricht für die «Empörten»

Von Edgar Schuler. Aktualisiert am 03.11.2011 69 Kommentare

Für Fabian Fuhrer ist die Occupy-Bewegung ein Gegenentwurf zur Politik. Dabei ist er der Sohn von Alt-Regierungsrätin und SVP-Politikerin Rita Fuhrer.

Fabian Fuhrer, Exponent der Vereinigung «We are Change». (Bild: Screenshot Youtube)

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Fabian Fuhrer ist in den letzten Wochen als einer der lautesten Sprecher der «Empörten» am Paradeplatz aufgetreten. Der 30-Jährige engagiert sich seit drei Jahren bei «We Are Change», einer schillernden Bewegung, die in New York ihren Anfang nahm. Fabian Fuhrer, Sohn von Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP), wehrt sich vehement gegen Vorwürfe, die gegen die Bewegung erhoben wurden: «Wir sind sicher keine Rassisten und keine Antisemiten. Im Gegenteil, auch wir versuchen, den Faschismus zu bekämpfen.» Die Anschuldigungen und der Wirbel darum waren für Fabian Fuhrer ein Grund, sich in den letzten Tagen kaum noch zu äussern. Er fühlt sich und seine Bewegung missverstanden, gerade auch von der Presse in der Schweiz.

Bewegung von unten

Laut Fuhrer will sich «We Are Change» nicht vom «Teile und Herrsche»-Prinzip vereinnahmen lassen, das die Schweizer Parteienpolitik ausmache. «Wir sind nicht links, wir sind nicht rechts. Wir sind eine Basisbewegung. Uns geht es viel mehr um oben oder unten.» Die Bewegung engagiere sich unten, auf der Ebene der Bürgerinnen und Bürger. Parteien wie die SP und die SVP seien dagegen heuchlerisch: «Die SP ist nicht immer sozial, und die SVP ist keine echte Volkspartei», sagt Fuhrer. Und: «Die Leute merken nicht, dass sie betrogen werden.»

Oft höre er, es gehe ja den meisten gut in der Schweiz, der Lebensstandard sei hoch. «Wenn man die Leute dann fragt, woher das Geld und der Wohlstand kommen, sagen sie: von der Wirtschaft, von den Banken, von der Industrie.» Ihm und «We Are Change» gehe es aber darum, einen Schritt weiter zu denken. Der Wohlstand in der Schweiz werde durch den Raubtierkapitalismus von Schweizer Firmen und die Ausbeutung im Ausland geschaffen, sagt der ehemalige UBS-Lehrling.

Als Bewegung an den Wurzeln der Gesellschaft will «We Are Change» laut Fuhrer einen Umdenkprozess in Gang bringen, dafür sorgen, dass die richtigen Fragen zu den Ursachen der Wirtschaftskrisen gestellt werden.

«We Are Change» umfasste zu Beginn 5 bis 10 Aktivisten, heute sind es laut Fuhrer 20 bis 30. «So genau lässt sich das nicht sagen, weil es keine offizielle Mitgliedschaft gibt», sagt Fuhrer. Er selber setzt den grössten Teil seiner Freizeit für die Bewegung ein.

Rita Fuhrer will zu den politischen Aktivitäten ihres Sohnes keine Stellung nehmen. Er selber will als Fabian Fuhrer eigenständig wahrgenommen werden, nicht als Sohn der SVP-Politikerin. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.11.2011, 10:04 Uhr

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69 Kommentare

Piero Zanini

03.11.2011, 10:22 Uhr
Melden 56 Empfehlung

Der Zusammenhang mit alt RR Fuhrer hat bei dieser Geschichte überhaupt nichts zur Sache. Wir leben zum Glück in einem Land, wo jeder seine freie Meinung sagen kann. Wenn das nun so als Widerspruch dargestellt wird, dass der Sohn etwas anders denkt als die Mutter, dann ist das wohl das normalste der Welt und letztlich nur für einen schwarz/weiss denkenden Journi überhaupt erwähnenswert. Antworten


Peter Maier

03.11.2011, 10:18 Uhr
Melden 54 Empfehlung

"Er selber will als Fabian Fuhrer eigenständig wahrgenommen werden, nicht als Sohn der SVP-Politikerin. " Verständlich, und wie titelt der Tagi diesen Bericht respektvoll? "Rita Fuhrers Sohn spricht für die «Empörten»" :) Antworten



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