Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

SBB gegen massenhaft SVP-Plakate im Zürcher HB

Aktualisiert am 20.09.2011 78 Kommentare

Die SVP soll bei der für Oktober geplanten Werbekampagne den Hauptbahnhof Zürich nicht mehr flächendeckend mit politischen Plakaten zupflastern.

SVP-Plakate im HB Zürich: Die Partnerfirma der SBB soll «Konzentration verhindern».

SVP-Plakate im HB Zürich: Die Partnerfirma der SBB soll «Konzentration verhindern».
Bild: www.wireimage.com

Artikel zum Thema

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Bahnhofhalle des Zürcher Hauptbahnhofs glich im Sommer zeitweise einer SVP-Hochburg: Zunächst forderten auf sämtlichen Plakatwänden am Kopf aller Perrons Stiefelplakate «Masseneinwanderung stoppen». Danach wurden Passanten in der Bahnhofhalle - erneut flächendeckend - mit dem Slogan «Schweizer wählen SVP» empfangen.

Diese Konzentration von Plakaten sei bei den Bahnkunden gar nicht gut angekommen, sagte SBB-Kommunikationschef Stefan Nünlist am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wir haben extrem viele negative Reaktionen bekommen. Viele fühlten sich erdrückt von der politischen Werbung.»

Dieser Kritik will die SBB Rechnung tragen. Für den Oktober plane die SVP eine zweite Werbewelle mit noch mehr Werbemitteln, sagte Nünlist. Die SBB habe deshalb die für die Bahnhofwerbung zuständige Impacta gebeten, auf eine Anhäufung von politischen Plakaten in der Halle zu verzichten und alternative Standorte zu wählen. Von Zensur könne aber keine Rede sein.

SVP wittert «Lex SVP»

Die SVP hatte am Montag der SBB in einer Mitteilung vorgewofen, sie nehme Einfluss auf den Wahlkampf und halte abgeschlossene Vereinbarungen nicht ein. Nachdem noch am vergangenen Wochenende auf fast der ganzen Perron-Front CVP-Plakate gehangen seien, habe die SBB offenbar in den letzten Tagen eine «Lex SVP» gezimmert und die Regeln im Verlaufe des Spiels geändert.

Mit solchen Eingriffen in die politische Meinungsbildung werde einseitig die SVP betroffen. Zensur, Behördenwillkür und Einschränkungen der Meinungsäusserungsfreiheit würden damit immer schwerwiegender und bedrohlicher. (ep/sda)

Erstellt: 20.09.2011, 17:24 Uhr

78

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

78 Kommentare

Klaus Bruggisser

20.09.2011, 18:54 Uhr
Melden 110 Empfehlung

Die Milliardärspartei pflastert die ganze Schweiz mit ihren schwachsinnigen Plakaten voll und behauptet immer noch, die Schweiz sei unabhängig und eine Demokratie. Wo bitteschön ist die Demokratie, wenn eine reiche Familie und Besitzerin einer Partei ungleich mehr Mittel zur Verfügung hat als die übrigen Parteien? Hier ist eine gefährliche Macht am Wirken. Hoffentlich merkt das der Wähler. Antworten


Anastasia-Margarita Iosseliani

20.09.2011, 19:16 Uhr
Melden 102 Empfehlung

Der HB im Sommer hat mich an Fotos von der Schule meiner Oma und meiner Grosstante während den Tagen von Stalin erinnert. Kein gutes Zeichen für die Schweiz. Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.