SIL-Schlussbericht: Aargauer wehren sich
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Entwurf SIL-Schlussbericht
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat heute den Entwurf zum Schlussbericht des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Zürich bei den beteiligten Partnern, den Nachbarkantonen und Perimetergemeinden sowie bei diversen Bundesstellen in die Vernehmlassung gegeben. Die Vernehmlassung läuft bis Ende Oktober.
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Die Aargauer Regierung ist «überrascht und befremdet» über den Entwurf des Schlussberichts im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt, der am Donnerstagmorgen in Bern vorgestellt wurde. Dass der gekröpfte Nordanflug wieder eine Option ist, sei nicht akzeptabel.
Der Kanton Aargau sei in die SIL-Ausarbeitung nicht einbezogen worden, hielt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt fest. Das widerspreche sämtlichen bisherigen Abmachungen, sagte Regierungsrat Peter C. Beyeler.
Aargauer Surbtal würde unter einer Doppelbelastung leiden
Betroffen wären vor allem die Regionen Baden, Wettingen und Brugg. Neu könnte der Flughafen Zürich auch ein Gesuch beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) für eine Abflugroute nach 22 Uhr bis 23.30 Uhr nachts über das Surbtal stellen. Zusammen mit dem gekröpften Nordanflug würde das Surbtal damit unter einer Doppelbelastung leiden. Das sei aus Aargauer Sicht «nicht akzeptabel», betonte der Regierungsrat.
Die in den SIL-Prozess involvierte Aargauer Fachstelle prüfe den Entwurf in den nächsten Tagen. Der Regierungsrat will das Papier beim nächsten Flughafen-Panel anfangs September mit den betroffenen Gemeinden diskutieren.
Noch im Juli 2007 hatte die Aargauer Regierung erleichtert über die Ablehnung des Gesuchs für den gekröpften Nordanflug über den Flughafen Zürich reagiert. Dieser hätte einen Rückschritt bei der Sicherheit dargestellt, sagte die Regierung.
Kein Aus- und Neubau von Pisten
Auch die Fluglärmorganisationen bemängelnd den Entwurf. Für den «Dachverband Fluglärmschutz» (DVFS) und den «Bürgerprotest Fluglärm Ost» kommen nur Varianten infrage, die auf dem heutigen Pistensystem basieren. Pistenaus- und -neubauten werden abgelehnt.
Gemäss DVFS wäre zudem eine Sistierung des weiteren SIL-Prozesses sinnvoll, da im Frühsommer 2010 das Zürcher Volk über die Behördeninitiative «Kein Pistenausbau» abstimmen werde. Der Entscheid müsse Einfluss auf den SIL-Prozess haben, fordert der DVFS.
Kanton Zürich schweigt
Keine Stellungnahme will hingegen der Kanton Zürich abgeben. Bevor der Regierungsrat eine Haltung beschliesse, werde man den Interessenvereinigungen Gelegenheit geben, sich zu äussern, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion in einer Mitteilung. (sda/tif)
Erstellt: 13.08.2009, 13:55 Uhr


































